Außergerichtliche Einigung: NDR schließt Vergleich mit Doris Heinze
zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 - 09:27Hamburg (RPO). Der NDR und seine ehemalige Fernsehspielchefin Doris Heinze haben am 16. Juni einen Vergleich geschlossen. Heinze hatte unter anderem Namen Drehbücher geschrieben und selbst für den Sender eingekauft. Daraufhin wurde ihr gekündigt.
Über die Einigung berichtet das "Hamburger Abendblatt". Nach NDR-Angaben beinhaltet der Vergleich, dass Heinzes Arbeitsverhältnis "ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist am 9. September 2009 endete. Nicht produzierte Drehbücher werden rückabgewickelt. Ebenso wurde eine Einigung über die Rückzahlung strittiger Honoraransprüche erzielt."
Heinzes Anwalt Gerd Benoit, der sich zu Details nicht äußern will, sagte, er sei "mit allem zufrieden". Ende August 2009 war herausgekommen, dass Heinze dem NDR unter dem Pseudonym "Niklas Becker" vier Drehbücher ihres Mannes Claus Strobel untergeschoben hatte.
Ein fünfter Auftrag wurde nicht realisiert. Unter dem Pseudonym "Marie Funder" brachte Heinze zwei selbst verfasste Drehbücher und ein Treatment beim NDR unter. Zudem soll sie ein Drehbuch doppelt verkauft haben.
Der NDR kündigte Heinze im September vergangenen Jahres fristlos, dagegen legte die Fernsehspielchefin Kündigungsschutzklage ein. Der arbeitsrechtliche Aspekt der Affäre hat sich mit dem nun geschlossenen Vergleich erledigt. Gegen Heinze ermittelt aber nach wie vor die Staatsanwaltschaft Hamburg.
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