"Alarm für Cobra 11": Neue Action-Strecke für Autobahnpolizei
VON MORITZ TILLMANN - zuletzt aktualisiert: 30.11.2005 - 22:48Düsseldorf (rpo). Das Auto fliegt im hohen Bogen durch die Luft. Ein Feuerball steigt auf. Schnell eilen Feuerwehrmänner herbei und löschen das Horror-Szenario. Gott sei Dank, keine Verletzten. Wie so auch, denn dieser Mega-Crash war schließlich geplant. Die Autobahnpolizei „Alarm für Cobra 11“ dreht wieder spektakuläre Stuntszenen und das an einem Ort, an dem sich die Crew mal so richtig austoben kann.
„Endlich haben wir unsere Zeit. Früher war unser Dreh um fünf zu Ende, da um sechs die Autobahn freigegeben werden musste, “ sagt Stunt-Guru Hermann Joha beim Dreh der 152. Folge mit dem Titel „Tödliche Bewährung“. Die so erfolgreiche RTL-Serie hat endlich das gefunden, wonach die Verantwortlichen schon lange gesucht haben: Eine eigene Autobahnstrecke, an der die Crew und Stuntexperten nicht von festgelegten Zeiten irgendwelcher Ämter abhängig sind.
In Aldenhoven ist Europas größte Filmkulisse für Autobahnszenen entstanden. Zwei zweispurige Fahrbahnen je1.000 Meter Länge lassen den Filmteams bei ihren Szenen genügend Platz und Fantasie. Am Mittwoch konnte sich schließlich die „Alarm für Cobra 11“-Crew von der neuen Location überzeugen. Über 80 Personen werkelten ab 6.30 Uhr für einen optimalen Anfangsstunt der Folge. Hauptdarsteller, Stuntcrew, Techniker, Komparsen und natürlich die Feuerwehr.„Zehn Jahre hatten wir dieses Affentheater. Jetzt haben wir endlich unsere eigene Strecke. Die Miete dafür bezahlen wir doch gerne“, so Johas Fazit nach einem langen Tag.
750 Fahrzeuge verschrottet
Aber auch die zwei Protagonisten der RTL-Serie sind begeistert. Erdogan Atalay, in der Rolle des Kommissars Semir Gerkan auf der Jagd nach Verbrechern, ist froh über die neue Filmautobahn: „Wir sparen einfach eine Menge Zeit. Wir können solange drehen wie wir wollen und sind nicht mehr auf andere angewiesen. Das macht die Planung leichter.“ Auch sein Kollege und Kommissar Tom Kranich, gespielt von René Steinke, sieht das ähnlich: „Ja, jetzt haben wir endlich auch die Wochenenden mal frei.“
Am 12. März 1996 gingen die zwei Kommissare zum ersten Mal auf actionreiche Autobahn-Jagd bei RTL. Das Konzept setzte sich wegen der unglaublichen Stuntszenen beim Fernsehpublikum durch. Bei den über 130 Folgen in 16 Staffeln wurden in den letzten neun Jahren nahezu 750 Fahrzeuge verschrottet.
Doch auch die beiden Darsteller haben sich etabliert und die „Autobahnpolizei-Fans“ haben die beiden Kumpels in ihr Herz geschlossen. So unterschiedliche Charaktere Steinke und Atalay in der Serie auch spielen, so eng schweißt die Arbeit die Schauspieler zusammen. Und wo liegt das Erfolgskonzept? „Auf keinen Fall Routine, die darf nicht aufkommen. Bei den Szenen die wir drehen, musst du immer da sein, sonst kann das alles sehr gefährlich werden“, sagt Atalay. „Ich würde sagen: Wir haben Respekt, keine Angst. Wir wissen womit wir es zu tun haben und das ist uns immer bewusst.“
Auch wenn ein solcher Drehtag mit derartigen Highlights wie einer Explosion oder den eigentlichen Filmszenen manchmal lange auf sich warten lässt, so aufregend ist das Ganze. „Langeweile kommt hier nie auf, wir sind immer mit dabei,“ sagt Steinke. Höchstens in dem brennenden durch die Luft fliegenden Auto setzen die beiden Spaßvögel dann mal aus. Da gibt es dann doch welche, die das noch ein Tick besser können. Doch das fällt dem Fernsehzuschauer dann eh nicht auf.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.








