"Park Avenue": Neue Zeitschrift hat elitäre Zielgruppe im Visier
zuletzt aktualisiert: 02.06.2005 - 15:34Hamburg (rpo). An eine "Leserschaft von höherem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Status" richtet sich die neue Zeitschrift "Park Avenue" des Verlags Gruner+Jahr. Das Heft kommt am Dienstag in den Handel und beschäftigt sich mit der High Society und bekannten Persönlichkeiten. In der ersten Ausgabe geht es unter anderem um Einbrüche in Millionärsvillen.
Das Blatt hat 240 Seiten und kostet sechs Euro, der Verlag strebt nach eigenen Angaben eine verkaufte Auflage von 100.000 an. Chefredakteur von "Park Avenue" ist der Bruder von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, Alexander von Schönburg, der mit seinem Buch "Die Kunst des stilvollen Verarmens" einen Beststeller gelandet hat.
Als Titelgeschichte der ersten Ausgabe ist eine Fotoserie über die Schauspieler Alexandra Maria Lara und Sebastian Koch vorgesehen. Außerdem gibt es unter anderem einen Bericht über Einbrüche in Villen von Millionären, ein Porträt des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch, einen Reisebericht über High Society auf Capri und Artikel über Top-Modedesigner. "Wir werden mit den besten Schreibern und Fotografen zusammenarbeiten", sagte Herausgeber und Ex-"Stern"-Chef Klaus Liedtke.
Noch vier weitere neue Zeitschriften
"Park Avenue" soll ab Herbst monatlich erscheinen. Die endgültige Entscheidung über den Start ist laut G+J aber noch nicht gefallen, vorher werde der Erfolg der jetzt vorgestellten Ausgabe abgewartet. "Die Ampel blinkt aber schon auf Grün", sagte Herausgeber Liedtke.
Gruner+Jahr will insgesamt fünf neue Zeitschriften bis Jahresende in Deutschland auf den Markt bringen. Über die Investitionen dafür machten die Verlagssprecher keine Angaben. Firmensprecher Kurt Otto stellte aber klar, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Investitionswelle in Deutschland und dem Verkauf der US-Zeitschriften des Verlages gebe. G+J hatte erst vor einer Woche mitgeteilt, dass der Verlag sich für rund 278 Millionen Euro von seinen vier Familienzeitschriften in den USA trennt.
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