Schweizer Verlag setzt auf "Cicero": Neues politisches Monatsmagazin geplant
zuletzt aktualisiert: 21.11.2003 - 17:44Düsseldorf (rpo). Der Preis steht schon fest, ob es sich lohnt wird man nach der ersten Ausgabe sehen. Der Schweizer Medienkonzern Ringier will in Deutschland ein politisches Monatsmagazin namens "Cicero" herausbringen.
Der Chef des Zürcher Konzerns, Michael Ringier, erklärte laut dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt" (Samstagausgabe), die erste Ausgabe solle im ersten Quartal 2004 mit 100.000 Exemplaren Auflage erscheinen. Das Heft werde sieben Euro kosten. Über die Kosten des Projekts machte Ringier keine Angaben.
In dem Großverlag erscheinen die Zeitung "Blick", das Finanzmagazin "Cash" und die "Schweizer Illustrierte". Von der Rezession auf dem deutschen Werbemarkt lasse sich Ringier nicht abschrecken, hieß es. Er wurde mit den Worten zitiert: "Schlechte Zeiten sind gute Zeiten. Ich bevorzuge in einer wirtschaftlich schwierigen Situation neue Publikationen zu gründen."
Dem Bericht zufolge hat eine vom früheren "Welt"-Chefredakteur Wolfram Weimer geleitete Redaktion in Potsdam unter dem Arbeitstitel "Parzival" bereits Nullnummern produziert. Der von dem antiken römischen Staatsmann und Philosophen Cicero entlehnte Name unterstreiche den intellektuellen Anspruch des Blattes, das auch eine Talentschmiede sein solle. Ringier sagte: "Wir brauchen für den Schweizer Journalismus das intellektuelle Potenzial von Deutschland."
Laut "Handelsblatt" scheiterte Ringier vor Monaten mit Bemühungen, die Schweizer Wochenzeitung "Weltwoche" zu übernehmen. Im November 2002 sei eine geplante Fusion mit der Axel Springer AG geplatzt.
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