"Daily Mirror" lenkt ein: Palast-Schnüffler: Queen gewinnt gegen Reporter
zuletzt aktualisiert: 24.11.2003 - 13:48London (rpo). Im Streit zwischen dem Königshaus und dem britischen Reporter, der sich vor dem Bush-Besuch im Buckingham Palast eingeschlichen hatte, hat der "Daily Mirror" eingelenkt. Der "Mirror" erklärte sich am Montag bereit, künftig keine weiteren Informationen und Bilder zu veröffentlichen.
Vor dem High Court in London kam es am Montag in Zusammenhang mit einer von Königin Elizabeth II. eingereichten Klage zu einer Einigung. Der "Mirror" erklärte sich bereit, künftig keine weiteren Informationen und Bilder zu veröffentlichen, die im Besitz des eingeschmuggelten Reporters Ryan Parry waren. Die Zeitung erstattet der Queen auch 25 000 Pfund (35 000 Euro) ihrer Gerichtskosten.
Königin Elizabeth II. hatte die Zeitung und ihren Reporter nach der Veröffentlichung teilweise intimer Details aus dem Buckingham Palast verklagt. Der "Mirror" hatte nicht nur Sicherheitsmängel aufgedeckt, sondern auch genüsslich über Alltagsgewohnheiten am Hofe berichtet.
Parry hatte sich dort mit gefälschten Zeugnissen im Vorfeld des Staatsbesuches von US-Präsident George W. Bush eine Anstellung als Diener verschafft und zwei Monate lang Zutritt zu allen Zimmern der königlichen Unterkunft gehabt. Ein Gericht in London verbat daraufhin per einstweiliger Verfügung allen Medien, weitere enthüllende Einzelheiten zu veröffentlichen. Diese Anweisung hat nach der Einigung vor dem High Court jetzt dauerhafte Geltung. Parry erklärte sich außerdem bereit, alle bisher nicht veröffentlichten Fotos und Materialien auszuhändigen.
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