Verfahren wahrscheinlich in zwei Wochen abgeschlossen: ProSieben wegen Türck-Ermittlungen durchsucht
zuletzt aktualisiert: 29.04.2004 - 13:17Frankfurt/Main (rpo). Im Zuge der Ermittlungen gegen den TV-Moderator Andreas Türck hat die Polizei Räume des Senders ProSieben in München durchsucht. ProSieben-Sprecherin Nihad Taher-Aksoy bestätigte am Mittwochabend in der Sendung "Maintower" des Hessischen Rundfunks die Durchsuchung.
Die Polizei habe im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Unterlagen beschlagnahmt. Offenbar gehe es um belastendes Material aus Türcks Lebenslauf.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gegen den 35-Jährigen ermittelt, wollte die Durchsuchung am Donnerstag nicht bestätigen. Man werde sich erst wieder äußern, wenn die Ermittlungen gegen Türck abgeschlossen seien, hieß es. Dann wird entschieden, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Ursprünglich hatte es geheißen, dies werde Ende April der Fall sein, laut HR soll es nun in zwei Wochen so weit sein.
Eine 27-Jährige wirft Türck vor, sie im Sommer 2002 vor einem Lokal in Frankfurt vergewaltigt zu haben. Der 35-Jährige hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, das Verfahren werde beweisen, dass er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen. ProSieben hat seinen Moderator nach Bekanntwerden der Vorwürfe Ende März bis zu deren endgültiger Klärung beurlaubt. Der in Wiesbaden aufgewachsene Türck moderierte von 1995 bis 1997 beim ZDF eine Neuauflage der Spiel-Show "Dalli Dalli". 1998 wechselte er zu ProSieben, wo er zunächst eine tägliche Talk-Show moderierte. Bis zu seiner Beurlaubung moderierte er die im Januar angelaufenen Sendung "Chart Show".
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