"Popstars"-Kandidatin erfährt von Tod der Mutter: ProSieben weist Vorwürfe zurück
zuletzt aktualisiert: 16.10.2008 - 19:29München (RPO). In der für Donnerstagabend geplanten Folge ist zu sehen, wie eine 16-jährige Kandidatin hinaus ans Telefon gebeten wird, um ihr die Nachricht vom Tod ihrer Mutter zu überbringen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla griff den Sender deswegen scharf an.
Die "Bild"-Zeitung berichtete bereits vor der Ausstrahlung darüber unter der Überschrift "Wie weit darf das Fernsehen gehen?" darüber.
Pofalla sagte: "Die Verwahrlosung in manchen TV-Sendungen macht mich fassungslos. Einem 16-jährigen Mädchen im Rahmen einer TV-Show mitzuteilen, dass ihre Mutter verstorben sei, ist zynisch", kritisierte er in einer Pressemitteilung. "Dieser Fall zeigt einmal mehr: Wir brauchen in Deutschland dringend eine gesellschaftliche Debatte über die Qualität unseres Fernsehens", meinte Pofalla.
ProSieben-Sprecherin Tina Land wies die Vorwürfe zurück. Pofalla habe die Folge nicht gesehen. Die 16-jährige Victoria erfahre nicht vor laufenden Kameras vom Tod ihrer Mutter und werde auch nicht gezeigt, wie sie danach die WG verlasse, betonte Land.
"Das Einzige, was man sieht, ist, wie sie Detlef D! Soost darüber informiert, dass ein Anruf für sie in der Leitung ist. Dann verlässt Victoria den Raum und wird danach nicht mehr zu sehen sein." Diese Zurückhaltung sei von Anfang an so geplant gewesen und keine Reaktion auf die Kritik Pofallas, betonte Land.
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