Grand Prix: Raab und ARD bleiben zusammen
zuletzt aktualisiert: 20.05.2010 - 11:02Hamburg/München (RPO). Entertainer Stefan Raab wird nach dem gelungenen Start mit Kandidatin Lena Meyer-Landrut auch im kommenden Jahr den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest suchen. Raab, ProSieben, das Erste und die Popwellen in der ARD setzen ihre Grand-Prix-Zusammenarbeit fort. Das teilten die Sender am Donnerstag mit.
Der Vorentscheid wird wieder auf ProSieben und im Ersten ausgetragen. "Endlich mal eine Koalition, die hält, was sie verspricht", sagte Raab. "Ein kleiner Schritt für die beiden Sender, aber ein großer für Deutschland."
NDR-Intendant Lutz Marmor sagte, die Kooperation sei unabhängig vom Ergebnis in Oslo ein so großer Erfolg, dass sich die Fortsetzung lohne. Andreas Bartl, TV-Vorstand der ProSiebenSat.1 Group, sagte, mit "Unser Star für Oslo" habe Raab wieder einmal gezeigt, dass er "der innovativste Fernsehmacher dieser Zeit" sei. "Deswegen kann es für uns nur heißen 'Never Change a Winning Team'".
Der genaue Sendetermin der Shows wird noch entschieden. Über die Möglichkeiten für Bewerbungen werde rechtzeitig informiert.
In diesem Jahr tritt Abiturientin Lena am 29. Mai im Grand-Prix-Finale in Oslo mit dem Song "Satellite" für Deutschland an. Die 18-Jährige war unter der Ägide von Raab in der gemeinsamen Showreihe von ARD und ProSieben, "Unser Star für Oslo", vom Publikum als Kandidatin auserkoren worden.
Die Zusammenarbeit des öffentlich-rechtlichen und des Privatsenders ist eine Premiere. Mit Raabs Hilfe soll Deutschland beim Song Contest nach den schlechten Ergebnissen der vergangenen Jahre wieder punkten. Er hatte selbst dreimal erfolgreich beim Grand Prix mitgemischt.
Lena ist mit ihrem Debütalbum "My Cassette Player" an die Spitze der Charts gestürmt. Die Hannoveranerin war nach ihrem Sieg bei "Unser Star für Oslo" bereits mit drei Titeln in den Top Fünf der Single-Charts vertreten. Die britischen Buchmacher - und auch der eine oder andere Experte - sehen Lena auf Platz 1. Der Suchmaschinenbetreiber Google hat mit Hilfe eines iGoogle "Prognose"-Gadgets - basierend auf den Suchanfragen - ebenfalls ihre Aussichten errechnet. Lena würde demnach vor der Kandidatin aus Georgien auf der Spitzenposition landen.
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