"Schlag den Raab": Raab versagt im Elfmeterschießen
VON CHRISTIAN KURTH - zuletzt aktualisiert: 01.06.2008 - 10:12Köln (RPO). Die Niederlage bei der Pro7-Show "Schlag den Raab" kommt die Produktionsfirma teurer zu stehen als gedacht. Neben der 2,5 Millionen-Euro-Siegesprämie entstanden Kosten für das elektronische Pult, das Hauptdarsteller Stefan Raab mit einer wütenden Karate-Bewegung zu Bruch schlug.
Der Entertainer schien im 13. der 15 wieder einmal unterhaltsamen Spielchen geahnt zu haben, dass er den sicher geglaubten Sieg gegen Herausforderer Olufemi (29, Sport-Vermarkter beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München) aus der nun blutenden Hand geben würde. Drei Stunden lang hatte Raab beinahe alles gewonnen, doch bei den hochwertigen Duellen begann der eher unkoordinierte Kandidat zu punkten.
Es kam zum Showdown in der letzten Auseinandersetzung: Elfmeterschießen. Klare Sache für den ehemaligen Regionalliga-Profi, auch weil sich Raab beim ersten Rettungsversuch noch am kleinen Finger verletzte und als Torhüter quasi unbrauchbar war. Als Raab einen Strafstoß zum wiederholten Male völlig unplatziert halbhoch auf Olufemi gezielt hatte, kannte der Jubel beim Halb-Nigerianer und seinem Anhang keine Grenzen mehr.
Raab gab sich als guter Verlierer, gratulierte artig. Allerdings muss er weder die 2.500.000-Euro-Siegesprämie noch die rund 10.000 Euro für die Reparatur des Pults aus eigener Tasche bezahlen.
Dennoch wird sich der 41-Jährige mächtig ärgern, denn einfacher als in der elften Ausgabe der Erfolgsshow war das Gewinnen noch nie. Ob beim Jetski-Fahren, beim Laufen auf der Drehscheibe oder beim Rudern, sein Gegner wirkte derart nervös und unsportlich, dass der glänzend aufgelegte Moderator Matthias Opdenhövel bereits begann, Zeit zu schinden, damit die Sendung nicht vor Mitternacht beendet sein würde.
Die ersten fünf Duelle gingen allesamt mehr oder weniger deutlich an Raab. Auch Spiel sieben und acht entschied der Gastgeber der Sendung für sich. Es folgten Leichtsinn und Pech, so dass Olufemi zurück ins Spiel fand und in seiner Paradedisziplin alles klar machte.
Fazit: Die Sendung dauerte einmal mehr zu lange (bis 1.30 Uhr), zumal die elfte Ausgabe deutlich öfter als zuvor von Werbespots gestört wurde. Der Herausforderer war extrem schwach, hat die Millionen nicht verdient. Raab schwächelte in den entscheidenden Momenten. Moderator Opdenhövel und Kommentator Frank Buschmann verdienten sich gute Noten.
Wir haben für Sie die 15 Spiele im Einzelnen unter die Lupe genommen.
Die nächste Sendung, dann geht es wieder um die Startsumme in Höhe einer halben Millionen Euro, findet am 13. September statt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







