Aktion in Paris: Reporter ohne Grenzen demonstrieren für Irak-Geiseln
zuletzt aktualisiert: 07.02.2006 - 14:30Paris (rpo). In Paris hat die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) mit einer eindrucksvollen Luftballonaktion für die Freilassung aller im Irak festgehaltenen Geiseln demonstriert. Unterstützt wurden die Journalisten von der international bekannten Schauspielerin Juliette Binoche.
An der Aktion auf dem Platz der Menschenrechte am Seineufer gegenüber dem Eiffelturm nahmen neben Binoche und Reporterin Florence Aubenas teil, die selbst monatelang im Irak als Geisel festgehalten worden war, dazu Peter Ford, der Europa-Chef der Zeitschrift "Christian Science Monitor", dessen Mitarbeiterin Jill Carroll im Irak verschleppt wurde. Auf Transparenten hieß es auf Englisch "Lasst Jill Carroll frei" und "Lasst die Geiseln im Irak frei".
Aubenas betonte, sie demonstriere für die Freilassung "von allen Geiseln in der Welt". Soldidarität sei "keine Frage der Zunft", sagte die "Liberation"-Reporterin, die am 5. Januar 2005 in Bagdad entführt und 157 Tage lang festgehalten worden war. Binoche sagte, sie hoffe, dass Carroll "durchhalten wird". D
ie 28-jährige Journalistin war am 7. Januar auf dem Weg zu einem Interview in Bagdad entführt worden. Seit Beginn des Irak-Krieges zählte RSF in dem Land 37 Entführungen von Medien-Mitarbeitern; fünf davon wurden von Geiselnehmern getötet.
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