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Die Landesanstalt für Medien NRW hat einen Ratgeber für den besseren Umgang mit Suchmaschinen herausgegeben. Wir haben ihn für Sie aufbereitet und zeigen Ihnen kurz und bündig die wichtigsten Hinweise.
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Wenn Sie Wert auf möglichst objektive Ergebnisse legen, sollten Sie nicht nur eine Suchmaschine verwenden. Drei Viertel aller Internetnutzer verlassen sich hauptsächlich auf Google, dabei verwenden andere Suchmaschinen andere Suchkriterien. Vergleichen Sie, was Ihnen angeboten wird, und treffen Sie dann eine Auswahl.
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Suchmaschinen wollen auch existieren, und das tun sie, indem sie sich hauptsächlich über Werbung finanzieren. Es ist oft nicht leicht, relevante Informationen von unerwünschter Werbung in dem Dschungel bunter Bilder zu unterscheiden. Allerdings ist es für Suchmaschinen, die unter .de erreichbar sind, Pflicht, Werbung als solche zu kennzeichnen. Google tut es, indem sie Sponsorenlinks über allen anderen Ergebnissen zeigt. Zum Teil findet Werbung sich auch an den Seiten der Ergebnisliste. Tip: Nicht gleich den erstbesten Link anklicken.
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Oftmals werden Ergebnisse nach ihrer Popularität sortiert. Das bedeutet: Je mehr Links auf eine Seite verweisen bzw. je mehr relevante Stichwörter auf der Seite gefunden werden, umso höher rutscht sie in der Anzeige. Allerdings gibt es zu diesem Zweck auch viele gefälschte Seiten, die einzig und allein Werbezwecken dienen. Doorway-Pages beispielsweise haben keinen eigenen Inhalt; sie leiten nur weiter. Auch Linkfarmen funktionieren nach diesem Prinzip. Um solchem Datenmüll aus dem Weg zu gehen, sollten sie Ihre Anfrage möglichst präzise formulieren.
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Der PC ist beim Surfen ständig der Gefahr durch Viren ausgesetzt. Auch Suchmaschinen bieten keineswegs nur vertrauenswürdige Ergebnisse. Manchmal passiert es, dass man durch das Anklicken eines Links sofort einen Virus installiert hat. Dagegen hilft nur der regelmäßig aktualisierte Virenschutz und eine Firewall, die Viren erkennen, blocken und entfernen können.
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Die in Suchmaschinen gezeigten Vorschautexte sind nicht immer aussagekräftig, aber sie vermitteln einen ersten Eindruck. Kommen gehäuft dieselben Wörter darin vor, handelt es sich möglicherweise um eine Spamseite. Ebenso erkennt man unseriöse Inhalte daran, dass man keinen vollständigen Satz gezeigt bekommt, sondern nur einzelne Stichwörter.
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Ein falscher Klick kann teuer werden. Bei manchen Seiten öffnet sich ein Fenster, indem um Ihre Zustimmung gebeten wird. Ein einfaches "ok" soll den Zugriff auf einen Premiumbereich ermöglichen. Tatsächlich installiert sich jedoch nur unbemerkt ein Dialer, der sich in Ihre Verbindung einwählt und hohe Zusatzkosten verursachen kann. Seien Sie vorsichtig mit .exe-Dateien.
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Jeder noch so seriöse Suchmaschinenanbieter kann nicht verhindern, dass rassistische und volksverhetzende Inhalte ihren Weg in die Ergebnislisten finden. Sie können unseriöse Inhalte erkennen, wenn Sie nach dem Urheber schauen: Ist es eine Privatperson? Eine Universität? Woher stammt die Seite? Bietet sie wirklich Informationen an? Wohin verlinkt sie und bietet sie dieselben Informationen wie auch andere Seiten?
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Gewalt und Pornografie gibt es im Internet genau wie im Fernsehen. Kinder sollten davor gewarnt werden und nicht allein surfen, denn selbst die unverfänglichsten Begriffe und Tippfehler führen manchmal zu ungewollten Ergebnissen. Kinder sollten wissen, dass angebotene Informationen auch falsch sein können. Besonders vor Dialern sollten sie gewarnt sein.
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Wer nach der Popgruppe "BroSis" oder Informationen zu Pferden sucht, stößt mitunter auf die seltsamsten Ergebnisse. Davor schützen auch die Jugendschutzfilter der Suchmaschinen nicht.
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Es ist nicht schwierig, die Jugendschutzfilter der Suchmaschinen zu deaktivieren bzw. sie gar nicht erst einzuschalten. Deshalb sollten vor allem Kinder die normalen Suchmaschinen nach Möglichkeit gar nicht benutzen. Für sie gibt es zahlreiche Alternativangebote.
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Eine kindgerechte Suchmaschine ist beispielsweise die "Blinde Kuh" (www.blinde-kuh.de). Sie bietet mehr als 16.000 kindgerechte Homepages an, ebenso findet sich dort ein moderierter Chat. Sollten Ihre Kinder beim Surfen dennoch auf fragwürdige Inhalte stoßen, sollten sie es Ihnen mitteilen. Auch Google verfügt über ein Formular, worüber man offensichtlich unseriöse Seiten melden kann.
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Auch aktuelle Schlagzeilen lassen sich über Suchmaschinen recherchieren. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Es gibt dieselben Angebote oft mehrmals und man muss ständig darauf achten, ob die angebotenen Informationen wirklich neutral sind. Große Vielfalt wird hier nicht geboten.