Kein "Product-Placement": "Ricks Wohnwelten" laut ZDF regulär finanziert
zuletzt aktualisiert: 26.07.2005 - 18:57Mainz (rpo). Nach Angaben des Senders ist die Einrichtungssendung "Ricks Wohnwelten" vom ZDF regulär finanziert worden. Programmdirektor Thomas Bellut teilte am Dienstag zum Abschluss einer senderinternen Überprüfung mit, mit Kooperationspartnern seien ordnungsgemäße Verträge abgeschlossen worden und keiner der Beteiligten habe Geld oder geldwerte Vorteile von Dritten erhalten.
Auch habe bei der Produktion keine Agentur für Produktplatzierungen mitgewirkt. Dem widersprach jedoch das Magazin "Focus" mit Verweis auf die Stoeveken-Gruppe.
Bellut erklärte, die Kooperationspartner seien im Abspann der Sendung genannt worden, dies sei auch jetzt noch so. "Keiner der Produktionsbeteiligten hat Geld oder geldwerte Vorteile von Dritten erhalten", betonte der Programmdirektor. Die redaktionelle Hoheit über die Sendeinhalte von "Ricks Wohnwelten" liege allein beim ZDF. Das gelte auch für die Auswahl der themenspezifischen Kooperationspartner.
Zu Berichten, das ZDF habe über Kooperationspartner der Sendung ein Büro ausstatten lassen, erklärte Bellut, der Raum sei Schauplatz der ersten Folge einer neuen Staffel von "Ricks Wohnwelten" gewesen. Die Inneneinrichtung sei für die Sendung notwendig und werde auch weiterhin als regelmäßiger Drehort benutzt. Eine Agentur für Produktplatzierungen habe bei der Produktion von "Ricks Wohnwelten" nicht mitgewirkt, sagte Bellut.
"Focus" hatte berichtet, Bellut lasse die Show untersuchen, weil auffällig oft Einrichtungsgegenstände derselben Anbieter präsentiert würden. Man gehe Hinweisen nach, dass im Hintergrund eine "Placement-Agentur" aktiv sei. Am Dienstag erklärte das Magazin, das ZDF habe am 22. Juli auf Anfrage mitgeteilt, dass Dirk Stoeveken als Berater für die Sendung zur Verfügung stehe und auch behilflich bei der Partnersuche sei. Laut "Focus" gab die Stoeveken-Gruppe auf ihrer Internetseite am 22. Juli unter der Rubrik "Kompetenzen" noch "Medienplatzierung diverser Projekte und Produkte" an. Später sei dies in "Medienplatzierung von Musik- und Videoproduktionen" geändert worden. Vom ZDF gab es zunächst keine Stellungnahme.
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