RTL-Doku "Einmal im Leben": Ross Antony: Vom Dschungelkönig zur Witzfigur
VON FRANZISKA BLUHM - zuletzt aktualisiert: 26.10.2008 - 12:55Düsseldorf (RPO). War das eine schöne Zeit, als Ross Antony Anfang des Jahres alles dafür tat, Dschungelkönig zu werden. Er weinte, er jubelte, er kämpfte - und er gewann. Weil die Zuschauer dabei so gerne zuguckten, hat er nun eine eigene Show "Einmal im Leben - 30 Dinge, die ein Mann tun muss". Dort muss Ross allerlei skurrile Aufgaben erfüllen. So richtig lustig ist dies aber nicht.
Als Ross Antony Anfang des Jahres ins RTL-"Dschungelcamp" zog, kannten ihn die meisten nur als gescheitertes Casting-Band-Mitglied und Musical-Star, der es nun noch einmal zu Ruhm bringen wollte. Er war die Camp-Memme, die Heulsuse, der Mann für die Dschungelprüfungen. Bis er - angespornt durch den Erfolg bei den täglichen Prüfungen - aufdrehte. Er sang, er tanzte, er blödelte herum und wurde am Ende sogar Dschungelkönig.
Kein Wunder also, dass der Sender RTL auf die Idee kam, diesen blödelnden Briten eine eigene Show zu geben. Am Samstagabend. Gleich nachdem auch eine andere Sendung mit Ross Antony (und Bauer-sucht-Frau-Inka) Premiere feierte. 75 Minuten lang können wir dabei zuschauen, wie Ross Anthony Prüfungen besteht. Vier Samstage lang.
Doch das, was im Dschungelcamp so wunderbar funktionierte, gelingt hier nicht. Antonys immer gleiche Tanzeinlagen wirken gekünstelt, die ganze Show viel zu inszeniert und am Ende gelingen Ross natürlich die meisten der vermeintlich harten Aufgaben: Ross bei den Chippendales, Ross in Schweden beim Iglu-Bau, Ross und der Superburger, Ross als Blödelbarde im Altenheim, Ross zu Ross.
Die Mutproben sind zu harmlos, als dass man Ross Antony seine Hysterie wirklich abnimmt. Der Mann, den man gerade einigermaßen lieb gewonnen hatte, ob seiner Authenzität wird zur Witzfigur. Das ist schade. Weil er eigentlich wirklich sympathisch ist.
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