NDR prüft: Schleichwerbung beim Grand Prix in Athen?
zuletzt aktualisiert: 24.05.2006 - 17:44Hamburg (rpo). Möglicherweise hat es beim Eurovision Song Contest in Athen Schleichwerbung gegeben. Der Norddeutsche Rundfunk prüft derzeit einen entsprechenden Fall. Demnach sollen zwischen den einzelnen Auftritten grafische Elemente aufgetreten sein, die Werbespots für den mp3-Player i-pod der Firma Apple ähnelten. Dies teilte der Sender am Mittwoch mit.
Allerdings habe bei den Grafiken das charakteristische weiße Kabel und der i-pod selbst gefehlt. Das Regelwerk zu dem Schlagerwettbewerb verbiete jegliche Schleichwerbung, betonte der NDR. Verantwortlich für die Sendungen sei die European Broadcasting Union (EBU), hieß es. Die Einspielfilme für den Wettbewerb seien vom griechischen TV-Sender ERT produziert und von der EBU abgenommen worden.
"Der NDR fordert die EBU zur Aufklärung darüber auf, ob es zu vertragswidriger Schleichwerbung gekommen ist - auch im Interesse von Millionen Fans unserer Gruppe 'Texas Lightning' und des 'Eurovision Song Contest'", erklärte NDR-Programmdirektor Volker Herres. Die EBU habe das griechische Fernsehen um Aufklärung gebeten und werde nach deren Antwort eine Stellungnahme abgeben, hieß es.
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