Drei Sendungen pro Woche?: Schmidt über seine Kritiker: "Es ist so still geworden!"
zuletzt aktualisiert: 23.02.2005 - 12:23Hamburg (rpo). Harald Schmidt hat selbst angeblich nicht mit dem großen Erfolg seiner neuen Sendung gerechnet. Enttäuscht ist er allerdings von seinen Kritikern. Er hatte sich bereits auf einen "Fight" mit Ihnen eingestellt - jetzt käme kaum noch Kritik.
"Zum ersten Mal in meiner Karriere mache ich Quote, knapp zwei Millionen Zuschauer im Schnitt. Ich hatte mit einer Million gerechnet, und jetzt das. ... Ich bin wahnsinnig überrascht. Ich glaube, in der Branche wird deshalb viel in die Tischkante gebissen", sagt Schmidt in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".
Er sei durchaus in der Lage, noch mehr Sendungen zu produzieren, es seien "jetzt auch drei Sendungen in der Woche statt zwei kein Problem." In der ARD fehlt dafür bislang jedoch ein Sendeplatz. Bereits seit Monaten aber wird in der Branche über ein baldiges Aus der Talkshow "Menschen bei Maischberger" spekuliert. Dies würde den Weg frei machen für Schmidt am Dienstag.
Die Kritik an den ersten Sendungen habe ihn zunächst überrascht. "Ich habe zunächst nicht damit gerechnet, aber mittlerweile bin ich ein bisschen gekränkt, dass es so still geworden ist. Ich hatte mich auf einen Fight eingestellt, ich dachte, das wird noch härter, ich gerate ins Schwitzen."
In der Visa-Affäre um Bundesaußenminister Joschka Fischer geht Schmidt davon aus, dass der Politiker die Krise meistern werde: "Nicht nur das. Er wird stärker sein als vorher. Ohne ihn sind die Grünen wie Queen ohne Freddie Mercury."
Aufgegeben hat der LateNight-Zyniker allerdings, nicht über sen Privatleben zu reden. "Immer wieder zu sagen: mein Privatleben ist tabu, das ist so krampfig", sagt er und erzählt von der Erziehung seiner Kinder. Seine Vaterrolle habe er sich "komplizierter vorgestellt. Ich beantworte einfach die Fragen, die sie mir stellen. Also hier in Köln müssen sie einem Dreijährigen erklären, was schwul ist."
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