Wegen Verschiebung auf Donnerstag: Schweizer Fernsehen steigt aus "Aktenzeichen XY ungelöst" aus
zuletzt aktualisiert: 09.09.2003 - 14:47Zürich (rpo). Das Schweizer Fernsehen DRS steigt nach 35 Jahren aus der koproduzierten Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" aus.
Chefredakteur Ueli Haldimann begründete die Entscheidung mit der vom ZDF beschlossenen Verschiebung der Sendung auf den Donnerstag. Der ORF war bereits im vergangenen Jahr ausgestiegen. Die vom legendären Moderator Eduard Zimmermann gegründete Sendung flimmert seit 1968 über die Bildschirme.
"Anders als beim ZDF hätte bei uns die Verschiebung auf den Donnerstag eine Schwächung des Angebots zur Folge", erklärte Haldimann. Die bislang am Donnerstagabend gezeigten Dokumentarfilme und die Sendung "Netz natur" seien mit Marktanteilen von rund 34 Prozent sehr erfolgreich. "Aktenzeichen" schalten am Freitag im Schnitt dagegen nur 30 Prozent der Fernsehzuschauer ein.
Die Schweizer Polizeistellen bedauerten die Entscheidung des DRS. Durch den Verzicht könnten Fahndungsaufrufe nicht mehr so leicht wie bisher im ganzen deutschsprachigen Raum publiziert werden, hieß es in einer Mitteilung. Das ZDF habe aber zugesichert, dass internationale Fahndungsaufrufe aus der Schweiz und Österreich weiterhin in der Sendung veröffentlicht würden. Laut ZDF liegt die Aufklärungsquote der in "Aktenzeichen XY ungelöst" gezeigten Fälle bei 40 Prozent.
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