Tatort Leipzig: Simone Thomalla löst ihren ersten Fall
zuletzt aktualisiert: 06.06.2007 - 14:24Leipzig (RPO). Der ARD-"Tatort" bekommt zwei neue Gesichter: Simone Thomalla und Martin Wuttke stehen ab sofort für den Leipziger Tatort vor der Kamera. Bis zum 14. Juni dreht der MDR den Tatort "Ausweglos", der im Frühjahr 2008 im Ersten ausgestrahlt wird.
Das neue Ermittlerteam löst zwei alte Hasen im Krimigeschäft ab. Nach 15 Jahren war kürzlich für die beiden "Tatort"-Kommissare Bruno Ehrlicher alias Peter Sodann und seinen Kollegen Kain (Bernd Michael Lade) die letzte Klappe gefallen. In der Folge "Die Falle", die am 11. November zu sehen ist, gehen die beiden zum letzten Mal in Leipzig auf Verbrecherjagd.
Die gebürtige Leipzigerin Simone Thomalla, die ebenso wie Wuttke für ihre neue Rolle ausgewählt wurde und kein Casting über sich ergehen lassen musste, kehrt durch ihre neue Rolle zu ihren Wurzeln zurück. Auch die von ihr gespielte Kommissarin Eva Saalfeld ist in Leipzig aufgewachsen, kennt die Leute und die Region. Ihr Ermittlerkollege Andreas Keppler alias Martin Wuttke dagegen betritt erstmals Leipziger Boden und ist nach eigenem Bekunden "zunächst ein Mann ohne Eigenschaften". Er finde es jedoch reizvoll, seine Figur über eine längere Zeit hinweg entwickeln zu können und dabei auch seine eigenen Ideen einzubringen, erzählt er am Dienstag am Rande der Dreharbeiten.
"Für mich ist das Neuland", sagt Thomalla über ihre Rolle als Kommissarin. Sie wolle der Ermittlerin ihr eigenes Profil geben, auch wenn sie in die "riesengroßen Fußstapfen"von Sodann trete. Sie sehe diese Rolle als Herausforderung und als Chance für ihre weitere Entwicklung als Schauspielerin. "Das Format 'Tatort' hat einen großen Stellenwert in Deutschland", betont die 42-Jährige. Peter Sodann sei sie nie begegnet. "Ich hätte mich gefreut, wenn er auf mich zugegangen wäre", sagt Thomalla, die sich mit Wuttke nach eigenem Bekunden "fantastisch" ergänzt.
In ihrem ersten Fall müssen die beiden den Mord an einer jungen Frau aufklären, die kurz vor ihrem Tod ein Kind entbunden hat, das unauffindbar ist. Dabei nehmen sie vor allem das unstete Liebesleben der Ermordeten und ihre zahlreichen Männer ins Visier.
Mit dem neuen "Tatort"-Ermittlerteam sollen auch die eingefleischten Fans von Sodann und Lade überzeugt werden, wie Produzent Jan Kruse sagt. Der Abschied von Sodann sei traurig gewesen: "Das tut immer weh." Als vor wenigen Wochen der letzte "Tatort" mit Ehrlicher und Kain abgedreht war, habe das gesamte Team feuchte Augen gehabt. In 45 Folgen standen Sodann und Lade vor der "Tatort"-Kamera. Die sonntägliche Krimireihe verfolgten jedes Mal sieben bis acht Millionen Zuschauer.
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