Britische Stars: Sir oder Dame: Von der Queen geadelt
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 24.04.2007 - 16:51Düsseldorf (RPO). Prominent und geadelt: Elton John trägt ihn. Sean Connery, Roger Moore und Paul McCartney auch - gemeint ist die Adelsbezeichnung "Sir". Adelig ist eigentlich nur der, der in den elitären Kreis hineingeboren wird. Aber auch der Schlag zum Ritter durch die britische Queen eröffnet eine gesellschaftliche Standerhebung.
Die Verleihung von Land, Geld, Titel und Orden ist ein alter königlicher Brauch, mit dem die jeweiligen Monarchen ihre Anhänger an sich banden. Auch heute noch hat nur die Queen das Recht, Titel und Peerswürden zu verleihen. Doch was heißt das eigentlich?
Der Ehrentitel "Sir" stammt aus dem französischen und bedeutet "Feudalherr". Dieser Titel muß nicht vererbt sein. Personen mit besonderem Verdiensten können zum Rittern geschlagen werden. Tragen sie dieses Adelsprädikat, werden männliche Würdenträger mit "Sir" betitelt. Die Gattinnen der Ritter werden mit “Lady” angesprochen. Wenn eine Frau selbst geadelt wurde, ist sie eine “Dame”.
2000 wurde Sean Connery für seine Verdienste um Schottland von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Doch wie muss man nun Schauspieler richtig ansprechen? Der Titel Sir oder Dame wird vor den Namen gestellt, bei der Anrede auf den Vornamen beschränkt. Sir Sean Connery wird demnach mit "Sir Sean" und nicht mit "Sir Connery" angesprochen.
Bei dem weiblichem Gegenstück "Dame" ist die Regelung diesselbe. Stilikone Vivienne Westwood ist bereits 1991 in den Orden des Britischen Empire aufgenommen worden. Seitdem trägt sie den ehrenvollen Titel: "Dame Commander Vivienne".
Bei dem britischem Adelstitel gibt es jedoch Abstufungen: Schlägt Queen Elizabeth II. zum "Knight Grand Cross/Dame Grand Cross (GBE)" oder zum "Knight Commander/Dame Commander (KBE/DBE)" wird die Person in den Adelstand erhoben und darf sich auch Sir oder Dame nennen.
Die Ritterwürrde können aber auch ausländische Staatsbürger ehrenhalber erhalten. Sie werden zum Ritter geschlagen, dürfen aber nicht den Titel "Sir" verwenden. Im nachhinein geht das nur, wenn sie die britische Staatsangehörigkeit annehmen.
Unter den "Ehren-Rittern" sind beispielsweise der ehemalige der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan, Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, Steven Spielberg, Nelson Mandela und Bill Gates.
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