Haftstrafe: Specks Zukunft bei ZDF-Serie weiter ungewiss
zuletzt aktualisiert: 05.01.2006 - 15:01Berlin/Stralsund (rpo). Die Zukunft von Serienstar Karsten Speck bei der ZDF-Serie "Hallo Robbie!" ist weiter ungewiss. Laut einem Medienbericht darf der wegen Immobilienbetrugs inhaftierte Speck seinen Arbeitsweg nicht verkürzen. Um näher beim Drehort der Serie zu sein, will der 45-jährige Schauspieler von der Berliner Justizvollzugsanstalt Hakenfelde in das Stralsunder Gefängnis verlegt werden.
Das Schweriner Justizministerium habe nun jedoch sein Veto eingelegt. "Die JVA Stralsund hat keinen offenen Vollzug. Wir machen für Speck keine Ausnahme", wurde ein Behördenmitarbeiter zitiert. Die Sprecherin der Produktionsfirma Phoenix Film, Nadja Jumah, gab sich dennoch optimistisch. Zunächst müsse die endgültige Entscheidung auf den Verlegungsantrag abgewartet werden. Von Speck oder seinem Anwalt sei ihr noch kein negativer Bescheid mitgeteilt worden. "Wir gehen noch davon aus, dass wir mit ihm drehen", betonte Jumah.
Doch selbst wenn Speck verlegt wird, dürfte für ihn das Pendeln zum Drehort nicht ganz billig werden. Der Schauspieler muss laut Jumah für die Mehrkosten seiner Anreise allein aufkommen. Ferner müsse er sicherstellen, pünktlich zur vertraglich vereinbarten Zeit zur Arbeit zu erscheinen. Die Verlegung in eine norddeutsche JVA sei daher vom "praktischen Standpunkt" aus naheliegend.
Derzeit wird eine weitere Staffel der beliebten Fernsehserie ausgestrahlt. Ende April, Anfang Mai sollen nach ZDF-Angaben neue Episoden auf der Ostseeinsel Rügen entstehen. Ein Sendersprecher sagte, es könne mit Speck gedreht werden, sollte er in die Nähe des Drehorts verlegt werden.
Das Landgericht Dortmund hatte den 44-Jährigen im November 2004 wegen schweren Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
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