"Musikalisch keinen Wert": Stefan Raab zieht über Grand Prix her
zuletzt aktualisiert: 24.09.2006 - 10:41Berlin (rpo). Der Eurovision Song Contest ist für TV-Moderator Stefan Raab aus musikalischer Sicht eine wertlose Veranstaltung. "Ich war drei Mal dabei und habe am eigenen Leib erlebt, wie sich das Ganze musikalisch verorientalisiert", erklärte der Entertainer in einem Interview. Der Grand Prix sei eine "lustige Unterhaltungssendung", die er sich gerne anschaue. "Aber musikalisch hat das keinen Wert", findet der Moderator, Musiker und Produzent.
Der 39-Jährige hatte im Jahr 2000 mit dem Titel "Wadde hadde dudde da" beim Song Contest teilgenommen und Platz 5 erreicht. Bereits 1998 hatte er unter dem Pseudonym Alf Igel für Guildo Horn den Song "Guildo hat euch lieb" komponiert, der beim Grand Prix siebter wurde. 2004 schrieb er das Lied "Can't Wait Until Tonight", mit dem Sänger Max Mutzke auf den achten Platz kam.
2005 hob Raab als Alternative zum deutschen Ausscheid für den Grand Prix den Bundesvision Song Contest aus der Taufe, bei dem junge Bands und Sänger mit deutschsprachigen Liedern für jeweils ein Bundesland antreten. "Wir wollten wieder zu den Wurzeln zurück und mit Künstlern arbeiten, die deutsch singen und nicht versuchen, für den Grand Prix irgend etwas kompatibles Englischsprachiges zu machen", sagte Raab im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. "Wir haben ein erstaunlich hohes Niveau gehabt und wirklich gute Bands."
Auch der nächste Contest im kommenden Jahr solle wieder die "Vielfalt der deutschen Musikkultur widerspiegeln", betonte Raab. "Da steckt bei mir auch ein bisschen Idealismus dahinter, weil ich auch Teil der Musikszene bin."
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