TV-Show "Schlag den Raab": Stefan schlägt die hübsche Amelie
VON CHRISTIAN KURTH - zuletzt aktualisiert: 28.12.2009 - 00:09Köln (RPO). Sie wollte die erste Frau sein, die Stefan Raab zeigt, "wo es lang geht". Und der Hauptdarsteller der erfolgreichen ProSieben-Show "Schlag den Raab" konterte die Kampfansage der 24 Jahre jungen Studentin gewohnt aggressiv: "Weihnachtstage hin oder her, es gibt keine Nächstenliebe." Stefan Raab hielt Wort und setzte sich in "nur" 13 von 15 möglichen Spielen um Punkte und eine Million Euro deutlich mit 71:20 durch. Dabei hatte sich Amelie Mooseder wacker geschlagen und einige Stunden lang mit tollen Fertigkeiten und cleveren Reaktionen gut im Rennen gelegen.
Der Kampf der Geschlechter deutete sich schon zu Beginn der Sendung an, als die charmante Brünette per Trailer vorgestellt wurde. Die Vorausscheidung konnte die attraktive Frau mit den großen braunen Augen gar nicht verlieren. Mit riesigem Vorsprung setzte sich die 24-Jährige in der Zuschauergunst gegen die vier weiteren Kandidaten durch, einen Software-Produktmanager, einen Küchenchef, gegen den Bürgermeister von Oberammergau und sogar gegen einen überaus siegeshungrigen Käfigkämpfer.
Die Vorschusslorbeeren lohnten sich, denn Amelie meisterte die Spiele beinahe ausnahmslos. Sie erkannte mehr Büchercover, brillierte im "Kugel-Labyrinth" und schlug Raab beim "Autowenden". Eine Frau, die besser Auto fährt als Raab, das hatte es noch nicht gegeben! Auch beim Spiel "Wasser" ließ sie Raab das Fass zum Überlaufen bringen und das geneigte Publikum glaubte an die Sensation – Raab könnte erstmals von einem weiblichen Kandidaten besiegt werden.
Die fünf Kandidaten
Platz 1: Amelie Mooseder (24), aus Starnberg, Medienmenagement-Studentin
Platz 2: Jason Jones (29), aus Leimen, Polizist und Käfigkämpfer
Platz 3: Boris Koller (42), aus München, Produktmanager
Platz 4: Jan Gless (37) aus Berlin, stellvertr. Küchenchef
Platz 5: Arno Nunn (48), Bürgermeister Oberammergau (5300 Einwohner), früher Polizist
Alle gegen Raab
Erschwerend für Raab kam die Parteilichkeit des Spielleiters hinzu. Auch Reporter Frank Buschmann kündigte frühzeitig seine Objektivität auf: "Ich kann nicht anders. Sie sieht besser aus. Raab hat ja auch fünf, sechs Kilo Übergewicht."
Raab biss sich trotz Winterpolster durch, hatte beim "Eierlaufen" und beim "Zaun" ein wenig Glück auf seiner Seite und zog erstmals davon. Zum Schluss rückte er dann auch die Verhältnisse im Autofahren wieder gerade, als er das entscheidende Match im "Tretauto" für sich entschied und den Gesamtsieg errang.
Die stets lachende Amelie verpasste somit trotz sympathischer Unaufgeregtheit den Gewinn von einer Million Euro und wird neben dem Studium weiter in einem Starnberger Cafe jobben müssen. Dort wohnt übrigens der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann, der aber "noch nicht dagewesen" sei. Moderator Matthias Opdenhövel folgerte daraus, dass im besagten Cafe Toiletten vorhanden sein müssen. Ein kluger und zugleich witziger Gedankengang des Spielleiters, der im weiteren Programm Fortsetzungen fand.
Darüber hinaus sorgten die Einlagen für beste Unterhaltung. Die Musik-Acts mit Xavier Naidoo ("Alles kann besser werden"), Robbie Williams, der mit der Frisur von Götz Alsmann kam ("You know me"), Some & Any ("Last Man standing") und Gossip mit Beth Ditto ("Love long Distance") überzeugten.
An Amelie kamen sie aber nicht heran. Wenn am 16. Januar die nächste Show steigt, geht es um 1,5 Millionen Euro. So viel steht mal fest. Ob Raab es noch einmal mit einer derart netten Gegnerin zu tun bekommt, erscheint jedoch äußerst fraglich.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







