Junge Leser angepeilt: "Stern" bringt Magazin "Neon" auf den Markt
zuletzt aktualisiert: 20.06.2003 - 12:30Hamburg (rpo). Der "Stern" wirft ein neues Magazin für die Twenty-Somethings auf den Markt. Das Magazin "Neon" ist ab Montag für 2,50 Euro zu haben. Produziert wird es von den Machern von "Jetzt", dem erfolgreichen, aber einstellten Jugendmagazin der "Süddeutschen Zeitung".
Das Blatt erscheint zunächst als Pilotausgabe mit einer Druckauflage von 150.000 Exemplaren. Ob es fortgeführt wird, will der Verlag Gruner + Jahr erst entscheiden, wenn das Verkaufsergebnis und die Reaktionen der Leser ausgewertet sind. Am Anzeigenmarkt gab es nach Verlagsangaben eine "hervorragende Resonanz", wie sich in der Pilotausgabe zeigt.
Das 180-Seiten-Heft mit dem "Stern"-Logo im Titel wurde von den Machern des im Juli 2002 eingestellten Jugendmagazins "Jetzt" der "Süddeutschen Zeitung" gestaltet. Es steht unter der - auch als Untertitel gedruckten - Leitidee "Eigentlich sollten wir erwachsen werden". "Menschen, die sich mit diesem Gedanken identifizieren, sind die Leser unseres Magazins", sagt Timm Klotzek (30), der das zehnköpfige Münchner Redaktionsteam gemeinsam mit Michael Ebert (28) leitet. Die Macher wollen eine Leserschaft ansprechen, "die sich einerseits die Unbeschwertheit und den Idealismus ihrer Jugend erhalten will und andererseits die Notwendigkeit erkennt, das Leben in die eigene Hand zu nehmen". Der Titel "Neon" leitet sich vom griechischen Wort "neos" ab und bedeutet "neu".
In den "Cover-Themen" kürte die Redaktion die "100 wichtigsten jungen Deutschen", angeführt von Sven Giegold (33), Mitglied im Koordinierungskreis der Globalisierungskritiker von Attac. Außerdem wird die Frage thematisiert, wie stark HipHop-Videos mit ihrer "Hintergrundpornografie" das Frauenbild und Sexualität beeinflussen. Andere Rubriken sind "Wilde Welt" (kleine Geschichten von und über Menschen), "Fühlen" (Liebe, Freundschaft, Sex), "Sehen" (Politik und Gesellschaft) und "Kaufen" (Mode, Produkte, Reise). Das Blatt enthält auch Beiträge von Prominenten wie Heike Makatsch und Alice Schwarzer.
Im Internet präsentiert sich das neue Magazin in einer Microsite, auf der einzelne Artikel probeweise gelesen werden können und die Macher sich vorstellen. Dort gibt es auch die Möglichkeit, E-Cards zu verschicken und sich in ein Gästebuch einzutragen.
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