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ARD krempelt Nachrichten um: "Tagesschau"-Sprecher müssen in Zukunft stehen

zuletzt aktualisiert: 16.06.2005 - 09:53

Hamburg (rpo). Die ARD-Nachrichtensendungen "Tagesschau", "Tagesthemen"  und "Nachtmagazin" erhalten ein neues Studio-Design. Eine der wichtigsten Änderungen: Die Moderatoren müssen in Zukunft stehen. Das soll den Sendungen zu mehr Dynamik verhelfen. Nur Ulrich Wickert wird nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf einem Hocker sitzen.

Ab sofort wird bei den ARD-Nachrichtensendungen gestanden. Foto: ARD 2005

Hinzu kommt auch ein zusätzlicher Monitor für Expertengespräche. "Die Moderatoren können dort anhand eingeblendeter Grafiken und Karten Zusammenhänge erläutern und Interviews führen", sagte Bernhard Wabnitz, Chefredakteur von ARD-aktuell, am Mittwoch in Hamburg.

Zudem könnten die Moderatoren und Sprecher künftig auch durch das Studio laufen, um an Infotafeln Sachverhalte zu erklären, sagte Wabnitz. Mit dem deutlich höheren Nachrichtentisch soll mehr Dynamik in die Sendungen kommen. Die ARD-Fernsehnachrichten waren seit 1997 nicht mehr verändert worden.

Foto: ARD 2005

Der NDR-Programmdirektor Fernsehen, Volker Herres, betonte, die Neuerungen sollten es der Redaktion ermöglichen, die Nachrichten des Tages noch breiter etwa mit Grafiken und Einblendungen zu präsentieren. Dies bringe gerade bei längeren Nachrichten wie den "Tagesthemen" mehr Bewegung und Auflockerung. Trotz der angekündigten Veränderungen habe Verlässlichkeit und Wiedererkennung der Flaggschiffe wie der "Tagesschau" höchsten Stellenwert.

"Zusätzlicher Adrenalinschub" für Wickert

Nachrichtensprecher Jan Hofer betonte, er freue sich auf die Neuerungen. Sie würden dem Zeitgeist entsprechen und sich sicher durchsetzen. Moderator Ulrich Wickert sieht in dem neuen Gewand einen großen Schritt nach vorn. Wickert hatte angedeutet, dass er Mitte 2006 als "Tagesthemen"-Moderator aufhören will.

Bereits am Dienstag hatten die Intendanten der ARD beschlossen, die "Tagesthemen" ab Januar um eine Viertelstunde auf 22.15 Uhr vorzuverlegen, weil die Sendung mehr Zuschauer erreichen soll. Wickert sieht darin wegen des erhofften Publikumszuwachses eine große Herausforderung. "Das gibt uns einen zusätzlichen Adrenalinschub", sagte er. Es müsse jetzt aus einer guten Sendung eine noch bessere werden.

Quelle: ap

 
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