Verfahren gegen Spende an Care eingestellt: "Tatort"-Kommissar Bär mit Marihuana erwischt
zuletzt aktualisiert: 06.07.2007 - 10:45Köln (RPO). Im Fernsehen ist er als Tatort-Kommissar Freddy Schenk bekannt, nun geriet der Schauspieler Dietmar Bär selbst ins Visier der Ermittler. Auf dem Flughafen Köln/Bonn wurde er mit einer kleinen Menge Marihuana erwischt.
Gegen Zahlung einer Spende an die Hilfsorganisation Care soll das Verfahren allerdings eingestellt werden, wie der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Günther Feld, am Freitag erklärte.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers". Demnach wurden bei Bär bei der Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen 0,8 Gramm Marihuana in einem Marmeladegläschen entdeckt, als er am 10. März von Köln nach Berlin fliegen wollte. Zu einer Festnahme kam es allerdings nicht: Nach Aufnahme der Personalien konnte Bär seinen Flug antreten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch der Besitz kleinster Mengen illegaler Drogen ist strafbar; allerdings hatte das Bundesverfassungsgericht 1994 entschieden, dass Verfahren in Bagatellfällen eingestellt werden sollten. Die Kölner Staatsanwaltschaft verlangte von Bär freilich die Zahlung eines geringen Geldbetrags, weil der 46-Jährige als bekannter Schauspieler auch eine Vorbildfunktion habe.
Feld bestätigte, dass Bär das Angebot angenommen habe. Nach Eingang der Zahlung werde das Verfahren eingestellt.
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