"Eine Frechheit": Tony Marshall vergleicht DSDS mit Guantanamo
zuletzt aktualisiert: 25.01.2008 - 12:14Hannover (RPO). Der Schlagersänger ist mit dem Auftreten von Dieter Bohlen als Juror bei "Deutschland sucht den Superstar" hart ins Gericht gegangen. Marshall verglich die Sendung mit US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba. Außerdem forderte Marshall, dass Familienministerin Ursula von der Leyen einschreiten sollte.
"Das ist eine Frechheit, was sich Bohlen da leistet", wurde Marshall von der Hannoverschen "Neuen Presse" zitiert. Zu dem Zusammenbruch des 17-jährigen Kandidaten Raymund nach einer Äußerung Bohlens sagte Marshall: "Als ich das gesehen habe, musste ich gleich an Guantanamo denken, da werden auch Menschen gebrochen."
Dass ein Nachwuchskünstler kein Talent habe, könne man ihm auch anders sagen, erklärte Marshall. "Ich würde Bohlen das Handwerk legen, ich frage mich, wo da unsere Familienministerin bleibt, da müsste Frau von der Leyen doch einschreiten. Passiert das erst, wenn der erste Kandidat sich nach so etwas das Leben nimmt?" Marshall berief sich auf das Grundgesetz. "Darin steht, die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber Bohlens Sprüche haben doch nichts mehr mit Würde zu tun." Dieser solle sich lieber wieder auf die Produktion neuer Alben konzentrieren, aber von der Castingshow "die Finger lassen", meinte der Sänger.
Bohlen hatte Raymunds Auftritt mit den Worten kommentiert: "Wenn du in die Berge gehst und ,hallo' Echo-rufst, da kommt kein Echo, weil, auch Echos haben Geschmack." Der 17-Jährige hatte "Die perfekte Welle" der Band Juli gesungen.
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