Kritik an Berichterstattung: Tour de France: ARD-Sportintendant Gruber verteidigt Boßdorf
zuletzt aktualisiert: 29.07.2004 - 08:33München (rpo). ARD-Sportintendant Thomas Gruber hat seinen in die Kritik geratenen Sportkoordinator Hagen Boßdorf verteidigt. Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Tour de France war Boßdorf eine Bevorzugung des Teams T-Mobile und seines Kapitäns Jan Ullrich vorgworfen worden.
Zeitungsberichte, wonach Boßdorf während der Live-Reportage von der 20. Etappe nach Villard-de-Lans am 20. Juli dem Fahrer Jens Voigt unter anderem "Verrat an einem Freund" (Jan Ullrich) vorgeworfen haben soll, seien falsch, sagte Gruber am Mittwoch. Eine solche Äußerung Boßdorfs habe es nie gegeben, entsprechende Veröffentlichungen seien falsch.
Eine schriftliche Auswertung der Sendung habe vielmehr ergeben, dass Boßdorf die Rennstallanweisung an Voigt, seinen für einen anderen Rennstall fahrenden Freund Ullrich wieder einzuholen, als nicht diskutierbar bezeichnet habe. Gruber betonte: "Hagen Boßdorf hat zweifelsfrei professionell, sachkundig und jederzeit unparteiisch gehandelt und einen guten Job gemacht."
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