"TV total Turmspringen": Turnfloh-Gold und fieser Rückenklatscher
zuletzt aktualisiert: 29.11.2009 - 11:02Unterföhring (RPO). Zweieinhalb Salti mit zwei Schrauben vom Dreimeterbrett bringen Turnfloh Fabian Hambüchen sein erstes Gold beim "TV total Turmspringen". Mit dem schwierigsten Sprung in der Geschichte des Raab'schen Sportspektakels zeigt der Ausnahmeturner der Konkurrenz, was vom Sprungbrett physikalisch möglich ist. Den spektakulärsten Sprung des Abends aber legte jemand anders hin.
"Ich komme nächstes Jahr wieder, um meinen Titel zu verteidigen", verspricht der "Turnfloh" nach seinem Sieg.Insgesamt sahen bis zu 4,09 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren das "Fest der Ästhetik", das Stefan Raab dem Publikum versprochen hatte.
Den spektakulärsten Sprung des Abends liefert aber nicht Einzel-Sieger Hambüchen ab, sondern "taff"-Moderator Daniel Aminati. Beim eineinhalbfachen Salto aus zehn Metern Höhe klatscht er voll auf den Rücken. Die Folge: Tellergroße Blutergüsse, knallrote Flecken auf den Oberschenkeln und das Aus in der Vorrunde.
Der 36-Jährige verblüfft: "Es sieht zwar übel aus, aber es tut überhaupt nicht weh." Und er will es noch einmal wissen. Außer Konkurrenz versucht er den gleichen Sprung direkt im Anschluss nach seinem Rückenklatscher noch einmal - und meistert ihn diesmal mustergültig.
Für so viel Mut verspricht ihm Stefan Raab die "TV total Tapferkeitsmedaille". Stefan Raab zeigt sich begeistert: "Das Turmspringen hat alles, was man sich von großartigem Sport wünscht: Dramatik, Schmerzen und echter, fairer Wettkampf."
Der Initiator der Wasserspiele selbst muss auf Edelmetall verzichten: Im Einzel ist schon in der Vorrunde Schluss. Mit Sprungpartner Elton kann er aber im Synchronwettbewerb einen vierten Platz feiern. Elton ballt nach seinem gelungenen Finalsprung die Faust und brüllt vor Erleichterung.
Vor dem Wettbewerb hatte er sich vor Angst vor dem Gang auf den Sprungturm übergeben müssen. Elton: "Der Weg nach Oben ist die Hölle. Aber ich habe mich überwunden, bin trotz richtigem Muffensausen gesprungen. Jetzt bin ich vor allem stolz."
Den Sieg holt sich im Doppel ein Urgestein der Rabbschen Sport-Events. Joey Kelly und Sprungpartner Peter Imhof verweisen die Konkurrenz auf die Plätze und freut sich. Der Ire freut sich nicht nur über das Edelmetall, sondern auch über einen ganz besonderen Rekord: "Mit dem Sieg heute ist es mir gelungen, bei allen Raab-Events in diesem Jahr auf dem Treppchen zu landen."
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