De Mol kritisiert hohe Frequenz: TV-Produzent: Keine Zukunft für "Wer wird Millionär?"
zuletzt aktualisiert: 08.09.2004 - 10:37Hamburg (rpo). TV-Produzent John de Mol sieht die Zukunft der Erfolgsshow "Wer wird Millionär?" kritisch. "Wenn das Quiz weiterhin drei Mal die Woche gesendet wird, geht's nicht mehr lange weiter", erklärte de Mol . Die beliebte Fernseh-Show sei nur "schwer aufzupeppen".
Der Niederländer produziert mit seinem international operierenden Unternehmen Endemol nicht nur das von Günther Jauch moderierte RTL-Quiz, sondern auch Shows wie "Big Brother" und "Traumhochzeit".
Für "Big Brother" gibt es nach den Worten von de Mol ebenfalls keine Bestandsgarantie, auch wenn RTL 2 jetzt erwägt, "BB forever" zu produzieren. "'BB' ist ein flexibles Format, das viele Möglichkeiten bietet", sagte er. Aber im TV sei nichts für immer.
Stattdessen setzt de Mol auf Event-Shows. Die würden immer wichtiger und brächten "frischen Wind" ins Fernsehen. Am 27. September startet bei ProSieben "Hire or Fire - der beste Job der Welt", um den zehn Kandidaten kämpfen. In der deutschen Variante sucht de Mol für sich einen neuen Kreativ-Direktor mit bis zu 300 000 Euro Jahreseinkommen, Firmenwagen und Assistenten.
Die neue Show sei nicht als Survival-Training konzipiert, sagte der Produzent. "Die Bewerber sollen sich TV-Shows ausdenken und auch moderieren. Ich werde einmal in der Woche ihre Ergebnisse analysieren", erklärte de Mol. Dass er anschließend selbst Chef des Gewinners ist, sieht er nicht als Problem. Er fordere zwar viel, gebe aber auch Hilfestellung, habe immer ein offenes Ohr und verzeihe Fehler.
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