RTL zeigt 4.000. Folge: "Unter uns" feiert rundes Jubiläum
zuletzt aktualisiert: 28.12.2010 - 13:21Köln (RPO). Am Dienstag um 17.30 Uhr ist es soweit: RTL zeigt die 4.000. Folge der Daily Soap "Unter uns" - und Petra Blossey ist von Anfang an dabei. Sie spielt Irene Weigel, die gute Seele der Schillerallee. Im Interview erinnert sie sich an die Anfangszeit, ihre erste Szene und ihre ganz persönlichen Highlights.
Erinnern Sie sich noch an die allgemeine Stimmung beim Start von "Unter uns"?
Blossey Es war eine nervöse Stimmung. Alle waren hoch motiviert, aber niemand kannte sich mit dieser Art zu drehen aus. An einem Tag 23 Minuten zu schaffen, ein Pensum, was alle überforderte. Wir hatten Überstunden, es ging in der ersten Zeit oft bis 22.00 Uhr. Und am nächsten Tag Beginn 7.00 Uhr.
Wie war Ihre erste Szene?
Blossey In meiner ersten Szene hatte ich ein Gespräch mit meinem ältesten Sohn und meinem Mann. Unser Sohn hat uns damals eröffnet, dass er Polizist werden möchte, es begann ein Streitgespräch zwischen meinem Mann und mir, denn Wolfgang wollte, dass unser Sohn Bäcker wird und mit in das Familiengeschäft einsteigt.
Wie würden Sie Ihre Figur Irene Weigel beschreiben?
Blossey Am Anfang war die Irene als eine sehr konventionelle, sehr biedere Frau konzipiert. Das hat sich im Laufe der Zeit verändert, Irene ist der Petra sehr viel näher gekommen. Trotzdem unterscheiden wir uns natürlich sehr. Irene muss immer auf allen Hochzeiten tanzen und verausgabt sich dadurch natürlich ständig und vergisst sich selbst. Sie ist eine gute Seele, die gute Seele der Schillerallee.
Sie sind seit 1994 bei "Unter uns". Hätten Sie sich das vorher vorstellen können?
Blossey Nein, natürlich nicht. Wir hatten einen Einjahresvertrag, und man hat uns am Anfang gesagt, dass auch nach einem halben Jahr wieder alles vorbei sein könnte, wenn es nicht läuft. Dass es meine Rolle 16 Jahre lang geben würde, hätte ich wirklich niemals gedacht.
Wie haben Sie die vergangen 16 Jahre erlebt?
Blossey Ich empfinde die Zeit bei "Unter uns" genauso wie die Zeit im wahren Leben. Das heißt, ich habe mich privat verändert, und ich habe mich auch in der Rolle der Irene verändert. Und ich habe nicht mehr dieses Gefühl der Verunsicherung vom Anfang im Privaten, wie in der Rolle der Irene bei "Unter uns". Ich gehe nicht gelassener an die Sache heran, aber ich habe gelernt, mich anders, effektiver vorzubereiten und die Arbeit mehr in Relation zu den anderen wichtigen Dingen des Lebens zu sehen.
Viele Soap-Darsteller beklagen das hohe Arbeitspensum, das sie erfüllen müssen. Wir erleben Sie es, Vollzeit für "Unter uns" vor der Kamera zu stehen?
Blossey Es ist jeden Tag eine große Herausforderung: Wie schaffe ich meinen Text zu lernen, nebst Privatleben, wie erfülle ich meinen Anspruch an meine Rolle, das heisst, wie gut kann ich mich auf meine Rolle vorbereiten? Die schönen, erfüllenden Momente gibt es leider nur sehr selten.
Das Gespräch führte dapd-Korrespondentin Anja Opitz.
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