Vorwurf des Deutschen Journalistenverbandes: "USA haben Journalisten absichtlich attackiert"
zuletzt aktualisiert: 09.04.2003 - 11:51Berlin (rpo). Der Deutsche Journalistenverband geht hart mit den USA ins Gericht. Das Vorstandmitglied Gustl Glattfelder wirft den Amwerikanern vor, das von Journalisten in Bagdad bewohnte Hotel "Palestine" absichtlich attackiert zu haben.
Es liege im Interesse der USA, dass Journalisten nur das berichten, was die Amerikaner vorgeben, sagte Glattfelder am Mittwoch im DeutschlandRadio Berlin.
Glattfelder, auch Vizepräsident der Internationalen Journalistenföderation, räumte ein, dass Tod ein Berufsrisiko von Kriegsberichterstattern sei, sagte aber: "Das Risiko muss kalkulierbar bleiben, dass bei einem Krieg, an dem eine zivilisierte Macht wie die USA beteiligt sind, klar erkennbare Journalistenfahrzeuge und Gebäude nicht attackiert werden".
Beim Beschuss eines Journalisten-Hotels und des arabischen Senders El Dschasira waren am Dienstag drei Medienvertreter getötet und vier weitere verletzt worden. Das US-Verteidigungsministerium hat inzwischen den Tod von drei Journalisten bedauert.
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