Politikerin: Menschen werden als lebende Barbie-Puppen benutzt: Verbot für Schönheitsoperationen in Fernsehshows gefordert
zuletzt aktualisiert: 19.07.2004 - 06:57Osnabrück (rpo). In der Politik werden Stimmen laut nach einem Verbot von Fernsehshows, in denen sich junge Frauen einen Wettbewerb um Schönheitsoperationen liefern sollen. Es sei "unerträglich, Menschen auf diese Weise als lebende Barbie-Puppen zu benutzen und ihre Umwandlung im Fernsehen öffentlich zur Schau zu stellen", sagte eine Verbraucherschutzexpertin.
Gitta Connemann (CDU) rief in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe) dazu auf, "solche Sendungen erst gar nicht zu starten". Andernfalls müsse mit einer entsprechenden Ergänzung von Rundfunkstaatsverträgen dafür gesorgt werden, die Ausstrahlung solcher Shows zu untersagen, sagte Connemann unter Hinweis auf entsprechende Projekte von ProSieben und RTL.
Die CDU-Politikerin beklagte auch eine "total ausufernde Entwicklung"Ö" im Bereich von Schönheitsoperationen. Die Zahl derartiger Eingriffe sei nach offiziellen Angaben von 109 000 im Jahr 1990 auf 660 000 im Jahr 2002 dramatisch gestiegen. Da von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden müsse, dürfte die Zahl der Operationen tatsächlich bei etwa einer Million liegen, erklärte Connemann. Sie nannte es Besorgnis erregend, dass ein besonders starker Anstieg bei Jugendlichen zu verzeichnen sei.
Die CDU-Politikerin monierte, dass es noch immer keine klaren Regelungen für Schönheitsoperationen in Deutschland gibt. Sie könnten praktisch von jedem x-beliebigen Arzt durchgeführt werden und führten deswegen auch oft zu gravierenden Folgen.
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