ProSieben startet mit neuer Abendserie: "Verrückt nach Clara": Liebe, Sex, Zusammenleben
zuletzt aktualisiert: 10.01.2007 - 15:11Berlin (RPO). Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen des Zusammenlebens, darum geht es in der neuen ProSieben-Abendserie "Verrückt nach Clara", die der Sender am Donnerstagabend startet. Die Rezeptur ist einfach aber erfolgversprechend: Clara Stern (Julia-Maria Köhler) ist 29 Jahre jung, hübsch und beruflich erfolgreich. Und sie sucht nach dem richtigen Mann.
Das sind die besten Voraussetzungen, um die lebenslustige Protagonistin in den Mittelpunkt der neuen ProSieben-Hauptabendserie "Verrückt nach Clara" zu rücken. Ab Donnerstag (20.15 Uhr) erzählt der Privatsender in zunächst acht Folgen von der verzweifelten Suche einer fast 30-Jährigen nach der großen Liebe.
Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg lebt die Kolumnistin mit ihrem schwulen Freund Paul (Sascha Göpel) in einer Wohngemeinschaft. Beide arbeiten beim selben Gesellschaftsmagazin und geben sich in der Redaktion als Paar aus. Als Clara allerdings der Modefotograf Patrick (Sebastian Ströbel), der neue Nachbar Simon (Pasquale Aleardi) und der arrogante Aufreißer Anton (Torben Liebrecht) über den Weg laufen, wird es zunehmend komplizierter in der Gefühlswelt der zwei WG-Bewohner.
"'Verrückt nach Clara' steht für das neue Lebensgefühl der Ende Zwanzigjährigen. Es geht um Liebe und Sexualität, um alle Spielarten der Liebe, um alle Formen des Zusammenlebens im Moment", sagt Produzent Nico Hofmann. Was früher Uschi Glas bei "Zur Sache Schätzchen" gewesen sei, was für "Ally McBeal" in New York galt, das gelte 2007 für "Verrückt nach Clara" in Berlin: "Es ist die Coolness, die Sexyness, aber auch die Spurensuche nach der eigenen Identität", die das Leben in der Hauptstadt ausmache. Zudem sei es die erste deutsche Serie, "die in dieser Erzählweise und Komplettheit mit den Themenbereichen Schwulsein, Bisexualität und Coming Out umgeht", betont Hofmann.
TV-Unverbrauchtheit
An Hauptdarstellerin Köhler gefällt ihm ihre Direktheit, Frische und TV-Unverbrauchtheit. "Julia ist authentisch, witzig und besitzt eine feine Erotik. Ich bin ihr verfallen", gesteht Hofmann, der die 28-jährige Brünette erst drei Wochen vor Drehbeginn am Theater entdeckte. Zuvor hatten sich rund 200 Schauspielerinnen für die Rolle der Clara beworben, die nun Köhler laut dem Produzenten zu einer der Stars des neuen Jahres machen wird.
Die Hochgelobte selbst erkennt in Clara eine Frau, "die das Leben mit beiden Händen umarmt". Auf der einen Seite sei ihre Figur total chaotisch, ein bisschen verrückt und sage zu schnell, was sie denke. Auf der anderen Seite sei sie charmant und liebenswert und eine hoffnungslose Träumerin. "Diese Mischung hält sie und jeden Mann auf Trab", beschreibt die "Newcomerin", die sich privat für "wesentlich geordneter" hält.
Tatsächlich gelingt es "Verrückt nach Clara" das Lebensgefühl der anvisierten Zielgruppe zu vermitteln. Das liegt hauptsächlich an den authentischen Charakteren und dem richtigen Gespür für die Besetzung. Erneut ist es Hofmann und seiner Kollegin Ariane Krampe gelungen, mit Köhler eine überzeugende Heldin zu kreieren.
Dabei darf die ausgebildete Theatermimin ("Faust") nahezu alle Gefühle durchleben und sogar genüsslich Schokoladenkuchen mit den Fingern essen. Insbesondere Köhler und Göpel nimmt man ab, dass Clara und Paul in einer perfekten Welt das perfekte Paar wären.
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