"Unser Star für Baku": Viel Langeweile, ein wenig Spannung
zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 - 10:24Düsseldorf (RPO). Am Anfang waren es zwanzig Kandidaten, nun sind es noch vier, die unser Star für Baku werden können. Gleich zu Beginn der Sendung machte Stefan Raab deutlich, wo der Hammer hängt: "Entweder man ist Madonna und tritt beim Super Bowl auf. Oder man fährt nach Baku." Erstmals lief die Show am Donnerstag im Ersten - aber das half auch nichts.
Denn auch der guten, alten ARD gelang es leider nicht, die unter Prosieben-Regie etwas unter die Räder gekommenen Show wieder auf Vordermann zu bringen.
Zwar versuchten die fünf verbliebenen Kandidaten alles, gaben Lieder von Rihanna, den Jackson Five, Bruno Mars oder Pink zum Besten, aber wirklich überzeugen konnte es dann doch nicht.
Roman Lob glänzt
Allein Roman Lob wusste zu glänzen. Zwischen ihm und den übrigen Kandidaten liegen Welten. Das brachte auch Moderatorin Sandra Rieß auf den Punkt, als sie verkündete: "Er [Roman] muss sich keine Sorgen machen."
Ein paar Sorgen kamen dann wohl doch noch auf, denn die telefonische Abstimmung entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen allen fünf Sangeskünstlern.
Erstaunlicherweise lagen selbst beim Schluss-Voting alle Kandidaten selten mehr als einen halben Prozentpunkt auseinander. Schlussendlich musste Katja Petri gehen, obwohl sie mit der viertplatzierten Shelly Phillips punktgleich bei 23,1 Prozent lag.
Quasi mit dem Abspann schaffte es Moderator Sven Gätjen dann noch, den möglicherweise erstaunten Zuschauern zu erklären, dass dies mit Prozentpunkten jenseits der einen Kommastelle liegt, welche die Zuschauer zu sehen bekommen.
Sparen, sparen, sparen
Naja, letztendlich war es auch egal, wer gehen musste. Eigentlich könnte man sich die letzten Sendungen doch sparen und Roman Lob direkt nach Baku schicken.
Apropos sparen. Viele Zuschauer mögen sich inzwischen auch fragen, ob man sich denn nicht vielleicht die Jury sparen könnte. Denn eigentlich sind es ja die Zuschauer, die über Wohl und Wehe der Kandidaten entscheiden.
Und da könnte man sich die Kommentare der doch recht blutleer wirkenden Drei von der Tankstelle (Stefan Raab, Thomas D. und Alina Süggeler) doch eigentlich schenken.
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