"Deutschland sucht den Superstar": Viel nackte Haut, aber wenig Talent
VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 07:06Düsseldorf (RPO). Erstmals in der Geschichte von "Deutschland sucht den Superstar" fand ein Recall in der Karibik statt. Aber statt sich von dem Tropenparadies inspirieren zu lassen, setzten die 35 Kandidaten ihre Auftritte meist in den Sand. Einer wurde bereits nach Hause geschickt.
Endloser Strand, Sonne satt und Wassertemperaturen von bis zu 28 Grad. Zum ersten Mal in der Geschichte von "Deutschland sucht den Superstar" fand ein Recall in der Karibik statt. Aber irgendwie ist das karibische Tropenparadies den 35 Kandidaten nicht gut bekommen. Denn was die Zuschauer am Mittwochabend bei RTL von den Kandidaten auf die Ohren bekamen, hatte mit gutem Gesang bis auf ein paar wenige Ausnahmen nicht wirklich viel zu tun - da krächzte selbst der Papagei, der gelegentlich bei Moderator Marco Schreyl auf der Schulter hockte, schönere Melodien.
Ob es nur an der Nervosität lag, oder vielleicht doch am mangelnden Gesangstalent einiger Kandidaten konnte im ersten Teil von "Fluch der Karibik" am Mittwochabend noch nicht aufgelöst werden. Eine bessere Figur machten die Kandidaten immerhin am Strand. Statt zu singen, ließen sie die Hüllen fallen. Viel nackte Haut und viel zu wenig Stoff, die weiblichen Kandidaten aalten sich besonders freizügig in der Sonne. Aber lassen wir das.
Dieter Bohlen war jedenfalls von Beginn an knallrot im Gesicht - nein, einen Sonnenbrand hatte sich der Dieter nicht eingefangen. Vielmehr ärgerte sich der Juror über seine künftigen Superstars - naja, vielleicht hatte er ja auch schnell begriffen, dass die neue Staffel vielleicht doch keine so gute Idee gewesen war, auch wenn er schon oft bewiesen hat, dass er aus nichts immerhin wenig machen kann. Wie dem auch sei: Der Dieter kochte vor Wut - und das bekamen die "Gesangstalente" immer wieder zu spüren.
Von den schiefen Tönen mal abgesehen - man kann ja als künftiger Superstar schließlich nicht jeden Ton richtig treffen! Die Kandidaten glänzten fast durch die Bank mit einer schon beeindruckend sicheren Textschwäche. Schnell hatte die Jury genug gesehen. Erstes Bohlen-Opfer: Ruzhdi. "Du kannst nach Hause fahren. Für dich ist es hier vorbei!", verabschiedete Bohlen den 22-Jährigen und schickte ihn als erstes von der Insel zurück ins kalte Deutschland - völlig zu Recht. Denn das was Ruzhdi zeigte, war mit Abstand das Schlechteste, was auf der Karibikinsel zu hören war. Nicht einen Satz brachte er fehlerfrei heraus.
Anders Christian, Helmut und Marcel. Von dem Trio war die Jury zumindest ein wenig begeistert - was bei der bisherigen Leistung der anderen Kandidaten auch nicht wirklich schwer war. Und auch "Checker" Thomas bekam wieder lobende Worte vom Superstar-Titan.
Ob die noch übrig gebliebenen 34 Kandidaten doch noch mehr Potential haben, zeigt sich am Samstag im zweiten Teil von "Der Fluch der Karibik" um 20.15 Uhr auf RTL.
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