"Deutschland sucht den Superstar": Volker Neumüller ist neuer Juror
zuletzt aktualisiert: 21.10.2008 - 08:11Köln (RPO). Plattenboss Volker Neumüller ersetzt den Schauspieler Max von Thun in der Jury für die nächste DSDS-Staffel. Medienberichten zufolge war es zwischen Thun und Dieter Bohlen zu Auseinandersetzungen gekommen. Darum darf jetzt der langjährige Wegbegleiter Bohlens über den nächsten Superstar mit entscheiden.
Seit der vierten Staffel von DSDS betreut Volker Neumüller die DSDS-Gewinner im Namen von 19 Entertainment, so auch den bisher erfolgreichsten DSDS-Gewinner Mark Medlock. „Bisher war ich immer hinter den Kulissen bei DSDS mit dabei und habe erst ab dem Finale die Gewinner übernommen. Jetzt selbst am Jurytisch mit zu entscheiden, wer der neue Superstar wird, ist eine tolle Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.“
Neumüllers Jobs: Musikverleger, Manager, Plattenboss
Der 39-Jährige ist seit 1987 in der Musikindustrie tätig. Damals gründete er zunächst seine eigene Management- und Booking-Firma und wurde 1991 A&R-Director der damaligen Polygram Songs. Nach fünf Jahren als Musikverleger verließ Neumüller Polygram und schloss sich der skandinavischen Firma Mega Records als Geschäftsführer mit Sitz in Hamburg an. 1999 wechselte er als Co-Geschäftsführer und A&R-Director zur BMG Berlin Musik. Von 2002 bis 2004 war er General Manager A&R/Marketing bei Sony/Epic.
Zu seinen Künstlern zählten unter anderem Eiffel 65, ATC und Right Said Fred. Vor drei Jahren gründete Neumüller seine Firma 313 Music als Record Label, Management und TV-Produktionsfirma mit Künstlern wie Melanie C., Ben, Alex Christensen, U96, Kate Hall, Lukas Hilbert, Das Bo und Rednex. Neumüller wird auch der Manager des Gewinners der aktuellen, sechsten Staffel von DSDS.
Thun kam mit Bohlens Art nicht klar
Von Thun wäre nicht der erste Juror, der mit Bohlens ruppiger Art nicht klar kommt. "Ich habe bei der ersten Castingshow festgestellt, dass wir als Team nicht funktionieren, was als Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nötig gewesen wäre", erklärte von Thun laut RTL. "Darum haben wir gemeinsam beschlossen, so nicht weiter zu machen."
Medienberichte, wonach es zwischen Bohlen und von Thun während des Castings den ganzen Tag über zu Auseinandersetzungen gekommen ist, wies eine RTL-Sprecherin zurück. "Das ist einfach eine atmosphärische Sache gewesen, dazu bedarf es keinen Streits", sagte sie.
Musiker und Schauspieler von Thun war zusammen mit Nina Eichinger erst Anfang Oktober in das Team berufen worden. Die beiden Neulinge sollten Anja Lukaseder und Andreas "Bär" Lasker ersetzen. In einem Interview hatte sich von Thun kürzlich noch überzeugt gezeigt, dass man mit Bohlen Spaß haben könne. Der Pop-Produzent erklärte hingegen am Montag, er habe ganz schnell das Gefühl gehabt, dass das nichts werde. "Ich bin einfach schon zu lange im Business, als dass ich nicht gleich weiß, wenn da irgendwas stinkt an der Geschichte", sagte er dem RTL-Mittagsmagazin "Punkt 12". Das sei einfach nicht optimal gewesen.
Bohlen hatte schon öfter Stress mit Mit-Juroren
Bohlen hat sich seit dem Start der Castingshow schon mehrfach mit seinen Mit-Juroren überworfen. Vor allem zwischen dem Kölner Musikunternehmer Heinz Henn und Bohlen war in der dritten und vierten Staffel ein öffentlicher Wortkrieg entbrannt, so dass schließlich völlige Funkstille zwischen ihnen herrschte. Ganz einträchtig ging es auch zuvor nicht zwischen Bohlen und den Juroren Thomas Stein und Thomas Bug zu.
Keine Probleme erwartet die RTL-Sprecherin bei dem nun in die Jury aufgerückten Neumüller. Der 39-Jährige kennt Bohlen schon länger. Seit der vierten Staffel betreut er unter anderem die Gewinner der Castingshow, darunter auch Mark Medlock.
RTL ist zuversichtlich, dass es jetzt klappt
"Ich glaube, dass ich sehr gut mit Volker zusammenarbeiten kann", erklärte auch Bohlen auf "Punkt 12". RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger sagte, Neumüller könne das Potenzial der Kandidaten kompetent bewerten und die Jury mit seinem Erfahrungsschatz hervorragend komplettieren.
RTL strahlt die neue sechste Staffel der Erfolgsshow ab Januar 2009 aus. Dann soll auch der aktuelle Jurywechsel nochmals ausführlich thematisiert werden. Derzeit laufen die Castings in ganz Deutschland. Moderator der Sendung bleibt auch im kommenden Jahr Marco Schreyl.
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