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"Indiskretionen und Nachforderungen": Warum Günther Jauch der ARD abgesagt hat

zuletzt aktualisiert: 11.01.2007 - 15:19

Frankfurt/Main (RPO). Günther Jauch hat jetzt verraten, warum er der ARD einen Korb gegeben hat. Direkt nach seiner Absage geht die Spekulation um die Nachfolge der geplatzten Nachfolge los. Stimmen Sie in unserem Bildervote mit ab! Wer soll jetzt auf den Stuhl von Sabine Christiansen?

Der Vertrag mit der ARD sei schon komplett ausverhandelt gewesen. Dann seien aber insbesondere die Begehrlichkeiten nach einer stärkeren und langfristig exklusiven Bindung an das Erste immer größer geworden, sagte Jauch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Donnerstag. Als dann noch die Forderung gekommen sei, er solle sich mit der Sendung den Chefredakteuren unterwerfen, "habe ich mir gesagt: Jetzt ist es genug".

Jauch unterstrich, "ich möchte meine innere Freiheit und meine äußere Unabhängigkeit bewahren und die sähe ich durch eine solche Konstruktion eingeschränkt". Zugleich bedauerte er den Ausgang der Verhandlungen: "Ich hätte die politische Talkshow im Ersten am Sonntagabend wirklich sehr gerne gemacht."

Unstrittig waren Jauch zufolge Fragen zum Honorar sowie zur Werbung. Er habe sich zwar nicht in den Vertrag schreiben lassen, dass er keine Werbung mehr machen dürfe. Er habe aber bereits alle seine bestehenden Werbeverträge gekündigt und keine neuen mehr angenommen.

Grundsätzlich seien die Gespräche mit NDR-Intendant Jobst Plog, WDR-Intendant Fritz Pleitgen und ARD-Programmdirektor Günter Struve "reibungslos" verlaufen.

"Als wir den Vertrag fertig ausverhandelt hatten, waren alle zufrieden. Es ist schade, dass nun nichts daraus wird", bekräftigte er und versicherte, er hätte die Sendung ausschließlich als politische Talkshow konzipiert. "Es wäre nicht darum gegangen, für die ARD eine Kopie von 'Stern TV' zu fabrizieren." Allerdings hätte er die Sendung gesellschaftspolitischer angelegt.

Laut Jauch läuft sein Vertrag mit RTL zu "Stern TV" noch bis 2008. "Alles andere mache ich auf Zuruf", betonte er, und fügte hinzu: "Ich werde bei RTL bleiben."

Quelle: afp2

 
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