Doku über die Nöte der Geld-Eliten: Wenn Millionäre klagen
zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 14:34Düsseldorf (RPO). Nur noch 25 Millionen Euro soll die mallorquinische Edel-Finca kosten. Beinahe geschenkt, fasst Immobilienmakler Christian Völkers den Geschäftstermin zusammen, ehe er sich zum meditativen Weintraubenpflücken aufmacht. Eine TV-Dokumentation liefert aufschlussreiche Einblicke in das Leben deutscher Millionäre.
Wenige hundert Kilometer weiter, in Monte Carlo, erzählt derweil Baronin Brandstetter, dass die Krise Monaco "nur kurz getroffen" hat, und stürzt sich freudig ins Getümmel der Bussi-Bussi-Gesellschaft.
Kein Klischee bleibt unbedient in dieser Doku über Deutschlands Millionäre - und trotzdem gibt es einen Unterschied zu den exklusiven Reportagen über „Das Leben der Superreichen“, die zum Beispiel RTL ausstrahlt: Die Stimmen aus dem Off klingen etwas weniger hämisch, und die Geschichten zeigen, wie schmal der Grat zwischen grenzenlosem Luxus und abgrundtiefem Fall geworden ist.
Helmut Becker, einst "Autokönig von Düsseldorf", erklärt, wie er durch "Fehlentscheidungen“ sein Unternehmen verlor. Formel-1-Manager Willi Weber berichtet, wie er sich beinahe überfordert sah, so schnell wachsen zu müssen wie sein profitabelster Zögling, Michael Schumacher.
Air-Berlin-Chef Joachim Hunold versucht, den Verlockungen des Geldes mit Hilfe familiärer Bodenhaftung zu widerstehen und Philipp Daniel Merckle mit Nachhaltigkeit. Mit einem überschaubar großen Betrieb will er verhindern, zu enden wie sein Vater: Der Pharmamilliardär Adolf Merckle nahm sich, nachdem sein Imperium in Schieflage geraten war, vor gut einem Jahr das Leben.
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