Barbara Eligmann startet neue Show: Wenn Promis buchstabieren sollen...
zuletzt aktualisiert: 29.04.2004 - 14:44Köln (rpo). Bekannt wurde Barbara Eligmann als Moderatorin des RTL- Boulevardmagazins "Explosiv". Vor vier Jahren Familienpause meldet sich die heute zweifache Mutter auf dem Bildschirm zurück. Am Samstag startet ihre neue Promi-Buchstabiershow. Im Interview erzählt sie über ihre Erwartungen und unterzieht sich dem Selbsttest.
Wie kommen Sie zu dem Format? War Deutsch Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Eligmann: Das kann man so nicht sagen. Ich war immer gut in Deutsch. Ich beurteile ein Sendekonzept aber danach, ob ich es selbst gucken würde und ob es einen guten Hintersinn hat. Das war beim Buchstabiertest beides gegeben. Das Konzept ist nicht Unterhaltung im Sinne von "da haben wir mal gelacht, uns auf die Schenkel geklopft und am nächsten Tag alles wieder vergessen". Es behandelt eine Sache, die es wert ist, sich mit ihr auseinanderzusetzen, nämlich Rechtschreibung und Rechtsschreibreform.
Gibt es Wörter, bei denen Sie selbst immer wieder über die richtige Schreibweise nachdenken müssen?
Eligmann: Ein Wort hat mich durch meine ganze berufliche Laufbahn begleitet. Nach dieser Show weiß ich, wie man es schreibt. Rhythmus. Da habe ich mich immer gefragt, wo kommt das "h" hin? Kommt es hinter dem "r" oder hinter dem "t"?
Wie steht es mit "Hämorrhoiden".
Eligmann: H-ä-m-o-r-r-o-i-d-e-n. Und ein "h" kommt, glaube ich, auch noch vor. Nach den "rs". Das ist echt ein Unwort. Das habe ich mir noch mal angekuckt, bevor die Sendung losging.
Der "Buchstabiertest" ist nach "Clever" Ihre zweite Sendung, die sich mit Wissen beschäftigt. Ist das ein Thema, das Ihnen am Herzen liegt?
Eligmann: Ja, wenn man viel weiß, kommt man weiter im Leben. Ich bedauere, dass gewisse Sachen wie Naturwissenschaften mir in der Schulzeit nicht ausreichend vermittelt worden sind. Das heißt nicht, dass ich eine Fünf hatte, aber ich kann mich heute an so gut wie gar nichts mehr erinnern und arbeite ein bisschen meine Kindheit auf. Ich spiele zum Beispiel gern Spiele, bei denen es darum geht etwas zu wissen. Wohingegen ich "Mensch ärgere dich nicht" nicht so toll finde (lacht).
Hat Ihr Interesse an diesen Themen auch damit zu tun, dass Sie jetzt Mutter sind?
Eligmann: Ich gebe zu, dass das sehr gut zusammen passt. Aber Bildung hat mich schon immer interessiert. Für mich ist das eigentlich der einzig mögliche Zugang zum Thema Unterhaltung gewesen über den Kopf. Wenn mir früher einer gesagt hätte, dass ich mal eine Unterhaltungssendung im Fernsehen mache, hätte ich gesagt: Was für ein Quatsch. Das hielt ich für total ausgeschlossen, weil ich das für mich immer anders definiert habe. Aber in diesem Fall habe ich das Gefühl es macht Sinn. Es ist nicht nur einfach Lachen um des Lächelns Willen, sondern hat auch noch einen Hintergrund. Das ist ein bisschen so als wenn man seinem Hund eine Tablette gibt. Die versteckt man in einem Stückchen Leberwurst. Er schlingt es begeistert runter und hat das Gefühl, die leckerste Leberwurst bekommen zu haben. Dabei hat er dann noch etwas mit aufgenommen, das ihm gut tut.
Ist das die moderne Form der Wissensvermittlung?
Eligmann: Ich hoffe, dass das nicht das Einzige ist. Wir können nicht Schule und Eltern ersetzen. Und wir können auch nicht die Politiker freisprechen, die sich ja mal sehr viel vorgenommen hatten. Aber ich denke, dass die Show, hoffentlich auch mit guten Zuschauerzahlen, den Blick auf das Wesentliche lenkt - und dabei auch noch richtig Spaß macht.
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