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"The Voice of Germany" : Wer macht das Rennen?

VON LAURA YASMIN BUCHACKER - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 - 08:06

Düsseldorf (RPO). Am Freitag startet das Finale von "The Voice of Germany" und noch vier Kandidaten sind im Rennen: zwei Damen und zwei junge Herren. Doch es gibt zwei klare Favoriten unter ihnen, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel liefern dürften.

Keine Frage: Allen vier Finalisten bei "The Voice of Germany" kann man den Sieg getrost gönnen, denn sie alle sind gleichermaßen talentiert wie sympathisch – jeder auf seine eigene Art. Und doch gibt es sie, die Kandidaten der Herzen, für die man noch ein bisschen mehr übrig hat als für die anderen. Ein Blick auf die Chancen der jeweiligen Finalisten:

Kim Sanders: Die 43-jährige Sängerin war in den 90er Jahren mit dem Dancefloor-Projekt Culture Beat in den Charts. Bei The Voice wollte sie sich mit ihrer eigenen Musik zeigen und die öffentliche Aufmerksamkeit weg von dem Party-Image hin zu der tiefgründigen und ernstzunehmenden Künstlerin lenken. Das ist ihr gelungen. Vor allem mit der sehr eindrucksvollen Version von "Killing me softly" sang sie sich in die Zuschauerherzen. Für den endgültigen Sieg müsste sie noch einmal so eine überzeugende Performance abliefern. Ihre Konkurrenz ist allerdings sehr groß und hat insgesamt konstanter überzeugt. Kim Sanders gehört daher nicht zu den ganz großen Favoriten.

Max Giesinger: Der 23-jährige Newcomer aus dem Team Xavier konnte in den meisten Sendungen die Zuschauerherzen für sich gewinnen und wurde fast immer vom Publikum weiter gewählt. Ausgerechnet im Halbfinale schwächelte dann der Rückhalt und sein smarter Konkurrent Mic Donet zog zum ersten Mal in der Zuschauergunst an ihm vorbei. Coach Xavier rettete Max ins Finale, indem er ihm eine deutlich höhere persönliche Bewertung zusprach – sehr zum Ärger so mancher Zuschauer. Die Diskussionen, die danach in Foren entbrannten, könnten ein Nachteil für Giesinger werden. Er gehört ähnlich wie Kim nicht zu den Top-Favoriten.

Michael Schulte: Michael ist der Klick-Millionär auf Youtube und ging von Anfang an mit einer großen Fan-Gemeinde in den Wettkampf. Schon vor seiner Teilnahme bei "The Voice of Germany" konnte er seinen späteren Coach Rea überzeugen. Dem gefiel der 21-Jährige nämlich so gut, dass er ihn sogar zu einem gemeinsamen Auftritt einlud und ihn seit dessen Teilnahme in der Casting-Show deutlich unterstützt. Michael Schulte hat auch noch den Vorteil, dass erfahrungsgemäß junge weibliche Fans immer ein bisschen häufiger zum Telefon greifen, um für ihre Idole zu voten. Michael ist definitiv der großen Favorit unter den Finalisten.

Ivy Quianoo: Mit 19 Jahren ist Ivy das Küken unter den finalen Kandidaten. Zu Beginn der Sendung rieten ihre Coaches von The Bosshoss ihr noch, sie müsse an Selbstbewusstsein gewinnen. Doch das ist längst vergessen: Mit ihrer ehrlichen und zurückgenommenen Art und ihrem entwaffnendem Charme hat Ivy längst die Herzen der Zuschauer für sich gewonnen. Bei ihren Auftritten wächst Ivy regelmäßig über sich hinaus und entwickelt einen ebenso umwerfenden wie einnehmenden Stil, wie eigentlich nur ganz große Sänger ihn haben. Ihre Ausstrahlung zieht den Zuschauer in seinen Bann und ihre Interpretationen berühren das Herz. Ivy hat nicht nur die größte Entwicklung gemacht sondern auch eine der stärksten Persönlichkeiten entfaltet. Neben Michael Schulte ist sie die zweite große Favoritin und man möchte ihr wünschen, dass genug Fans für sie anrufen und es am Ende heißt: "Die Beste hat verdient gewonnen."