ZDF: Wetten dass ...? aus Salzburg
zuletzt aktualisiert: 29.01.2006 - 10:50Berlin (rpo). Einen Tag nach dem 250. Geburtstag des großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart sendete die ZDF-Kultsendung "Wetten dass ...?" aus der Mozart-Stadt Salzburg. Operndiva Cecilia Bartoli lockerte mit ihrem liebenswerten Charme die Promi-Couch auf und brachte mit einem Duett aus Mozarts "Zauberflöte" Moderator Gottschalk ins Schwitzen.
Wäre das sonnige Gemüt aus Italien früher aufgetaucht, hätte Gottschalk vielleicht auf seine üblichen Dekolleté-Witze verzichten können, die diesmal auf die anwesende Fiona Swarovski und die nichtanwesende Pamela Anderson zielten. Kristall-Erbin Swarovski war an der Seite des österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser gekommen, zeigte viel Haut und nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass ihr glitzerndes grün-schwarzes Kleid ein Modell ihrer Kollektion sei. An dem Paar interessierte den Moderator besonders, wie sie ihre Beziehung im Licht des starken Medieninteresses leben, und ob Grasser nicht eigentlich viel zu gut aussehe für einen Finanzminister.
Gottschalk hatte wohl wegen eines Klatschpresse-Berichts über angebliche Trennungsabsichten das Bedürfnis, seine eigene langjährige Ehe als glücklich zu bezeichnen und über den Anfang seiner Beziehung im österreichischen Ski-Ort Obertauern zu erzählen. Swarovski und Grasser versicherten ebenso wie Cora und Ralf Schumacher, dass auch bei ihnen paarmäßig alles paletti sei.
Da hatte Boris Becker einen schwereren Stand. Treuherzig gestand er, dass er auf dem Weg zu einer glücklichen Ehe "noch übt". Weniger sympathisch wirkte der Ex-Tennisstar in grauem Anzug und fast punkmäßiger Hochstehfrisur, als er dem kleinen Matthias erklärte, er glaube nicht an das Gelingen seiner Kinderwette. Dem Kleinen zuckte es daraufhin um den Mund, doch er schaffte es mit Bravour, über mehrere Runden einradfahrend Golfbälle mit zwei Schlägern zu jonglieren. Becker durfte dann als Wett-Verlierer ins Mozart-Kostüm steigen und den Gottschalk-Kommentar "Du kannst gut aussehen!" einheimsen. Beeindruckend war der spätere Wettkönig Götz Östlin aus Hamburg, der es schaffte, vier gleichzeitig auf dem Klavier angeschlagene Töne zu benennen.
Besonders angetan zeigte sich das Publikum vom Auftritt des Songwriters James Blunt, der unterkühlten Britpop-Band Depeche Mode und dem Duo Anastacia und Eros Ramazzotti. Der italienische Barde und die Soul-Lady legten ihr Liebeslied "I belong to you" mit großem Einsatz hin, doch Anastacia erstickte mögliche Gerüchte sofort, indem sie erklärte, dass Küsschen und Anschmachten nur Show seien.
Einige Wetten gingen verloren: Ski-Legende Stephan Eberharter ließ sich nicht von einem Motocross-Team auf der Skipiste in Obertauern überrunden und dem Berliner Sven Grönke wurden etliche rote Regenschirme zum Verhängnis, die sich innerhalb von zwei Minuten nicht mit einer Hand zuklappen ließen. Dafür gibt Schauspieler Jan-Josef Liefers nun im "Morgenmagazin" den Wetterfrosch. Die beiden Schauspieler Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer hatten mehr Glück mit ihrer Salzburger Stadtwette: Nicht wie verlangt 25, sondern sogar 49 Kinder unter 12 Jahren spielten auf dem Residenzplatz rührend schief Mozarts "Kleine Nachtmusik".
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