TV-Total-Turmspringen: Wolke Hegenbarth und Steffen Groth siegen synchron
VON ROSA MOYA - zuletzt aktualisiert: 19.10.2008 - 11:25Düsseldorf (RPO). Es war ein Abend voller Überraschungen. Beim TV-Total-Turmspringen in München zeigten Stefan Raab und sein Synchron-Partner Elton erstmals einen recht synchronen Sprung. Die Titelverteidiger verloren ihren Titel und bei Favorit Fabian Hambüchen reichte es trotz einer herausragenden Leistung wie schon bei Olympia nicht für Gold. Große Gewinner des Abends waren die Schauspieler Wolke Hegenbarth und Steffen Groth.
Wasser kann ganz schön schmerzhaft sein. Diese Erfahrung mussten viele der Teilnehmer der diesjährigen Auflage von Stefan Raabs TV-Total-Turmspringen bereits im Vorfeld machen. So zeigte Sängerin und Popstars-Jurymitglied Loona beim Wettkampf am Samstagabend im München ihre blauen Flecken an den Armen in die Kamera und hoffte auf eine glücklichere Landung als beim Training.
Auch Schauspielerin Wolke Hegenbarth machte schlechte Erfahrungen. In der Vorwoche hatte die Schauspielerin ihre Blessuren an Armen und Beinen bei TV Total gezeigt. Die Belohnung für ihr leidvolles Training bekam sie am Samstagabend beim Wettkampf. Beim Synchronspringen mit ihrem Schauspielerkollegen Steffen Groth lief alles glatt. Gegen das gut eingespielte Team hatten die Titelverteidiger Norbert Dobeleit und Kai Böcking keine Chance.
Enttäuschend lief es am Abend hingegen für Fabian Hambüchen. Der amtierende Weltmeister am Reck präsentierte im Einzel-Wettkampf die Sprünge mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Nach einem sensationellen zweieinhalbfachen Salto vorwärts legte er noch einen drauf und präsentierte einen fast perfekten Salto rückwärts mit zweieinhalb Schrauben.
Im Finale patzte der Ausnahmesportler aber beim dritten und letzten Sprung, einem dreieinhalbfachen Salto vorwärts. Leider konnte er den Sprung nicht zu Ende führen, tauchte nicht sauber ein und verlor die verdiente Führung.
Für Furore sorgte auch in diesem Jahr Titelverteidiger Joey Kelly. Nachdem er beim Einzel seinen ersten Salto verpatzte, packte ihn der Ehrgeiz. „Das war schlecht“, sagte er verärgert über sich selbst. „Wenn ich mit dem zweiten Sprung im Vorentscheid ausscheide, dann fange ich schon morgen an, für nächstes Jahr zu trainieren.“
Der Marathonläufer legte nach und wagte sich als einziger auf dem Zehn-Meter-Turm. Bisher hatte sich kein Teilnehmer getraut, einen Wertungssprung von dieser Höhe aus zu machen. Gastgeber Stefan Raab hatte sich vor zwei Jahren bei einer „Arschbombe“ von zehn Metern Höhe am Ende der Sendung sogar das Steißbein gebrochen.
Kelly aber begeisterte das Publikum mit einem gut durchgeführten Salto vom Höchsten Turm aus, der ihn nach der ersten Pleite wieder ins Finale katapultierte. Für Gold reichte es trotzdem nicht. Auch im Einzel setzte sich Schauspieler Steffen Groth durch.
Das Dauer-Duo Stefan Raab und Elton schafften es nicht aufs Treppchen, ließen aber auch ihre Show-Einlagen aus. „Wir setzen in diesem Jahr auf Ästhetik“, betonte Raab. Und ließ sich ausnahmsweise nicht überreden, vom Zehn-Meter-Turm zu springen. Dafür präsentierten sie solide, mehr oder weniger synchrone Sprünge. Das reichte wenigstens für einen vorletzten Platz.
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