Bei "Dresden"-Film: ZDF will rechtsradikale Statisten verhindern
zuletzt aktualisiert: 20.03.2005 - 22:12München (rpo). Mit großem Aufwand bemüht sich das ZDF derzeit, rechtsradikale Komparsen für den neuen Zweiteiler "Dresden" zu verhindern. Alle 1500 Statisten hätten schriftlich versichern müssen, dass sie weder in ein Strafverfahren verwickelt noch Mitglied rechtsradikaler Vereinigungen sind, berichtete das Magazin "Focus".
Zwei Bewerber für Statistenrollen seien aussortiert worden, weil sie auf dem mitgeschickten Bewerbungsfoto Lonsdale-Jacken trugen, wie sie bei Rechtsradikalen beliebt sind.
Ursache für die Befragung unter den Statisten ist eine Panne beim Film "Der Untergang", wie "Focus" weiter berichtete. In den Erfolgsfilm über die letzten Tage im Führerbunker hatte sich der Rechtsextremist Karl Richter eingeschlichen. Der heutige Berater der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag war kurz als Adjutant des Generalfeldmarschalls Keitel im Bild zu sehen.
Die Dreharbeiten für den Film über den Angriff alliierter Bomber auf Dresden am 13. Februar 1945 haben im März begonnen. Ausgestrahlt werden soll der Zweiteiler unter Regie von Roland Suso Richter Anfang 2006 im ZDF.
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