Neuseelands Katholiken protestieren: Zeichentrickserie über den Papst sorgt für Aufregung
zuletzt aktualisiert: 07.06.2005 - 12:02Auckland (rpo). Aufregung unter Neuseelands Katholiken: Gläubige im ganzen Land protestieren gegen die Ausstrahlung einer Zeichentrickserie über den Papst. Die Sendung "Popetown" zeigt das Kirchenoberhaupt und sein Umfeld als macht- und mediengierige Meute. Die neuseeländische Bischofskonferenz erwägt eine Klage.
Es gebe "einen feinen Unterschied zwischen lustig und beleidigend", sagte die Sprecherin der Neuseeländischen Bischofskonferenz, Lyndsay Freer. Der Sender "C4" teilte mit, er halte trotz der Kirchenproteste an der Ausstrahlung fest. Die erste Folge von "Popetown" soll am Mittwoch über die Bildschirme gehen.
Die von der britischen BBC produzierte Comicserie zeigt einen manischen und garstigen Papst, der auf einem Springstock durch den Vatikan hüpft und von einer mediengierigen Ordensfrau, einem trotteligen Bürochef sowie einer Gruppe hinterhältiger und korrupter Kardinäle umgeben ist.
Die BBC hatte im September 2004 nach Protesten auf die Verbreitung der zehnteiligen Serie in Großbritannien verzichtet. Außer "C4" in Neuseeland hatte auch ein italienischer TV-Sender die Rechte an "Popetown" gekauft. Die Italiener sagten die Ausstrahlung jedoch nach dem Tod Papst Johannes Paul II. ab.
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