Zweiter Thomalla-"Tatort": Zwei Morde und das geschiedene Paar
VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 06.07.2008 - 11:56(RP). In ihrem Debüt-Krimi hatten es die neuen Leipziger Ermittler Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) weniger mit einem außergewöhnlichen Verbrechen zu tun, als vielmehr mit sich selbst. So bleibt es auch in ihrem zweiten Fall. Als geschiedenes Paar müssen die Kommissare nicht nur zwei Morde aufklären, sondern auch ihre gemeinsame Vergangenheit bewältigen.
Dabei ist der neue Fall eher klassisch aufgebaut: Die Leiche einer jungen Frau wird hinter einer Mülltonne gefunden, und es gibt sofort mehrere Verdächtige. Den Ehemann der Toten (Hinnerk Schönemann) zum Beispiel, dessen Tischlerei vor der Pleite steht. Oder einer ihrer ehemaligen Arbeitgeber, Jörg Grabosch (Matthias Matschke), mit dem die Ermordete eine Liebesbeziehung gehabt haben soll. Dies behauptet jedenfalls Peter Marquardt (Oliver Stokowski).
Doch auch mit ihm scheint das Opfer ein Verhältnis gehabt zu haben. Dazu kommt ein verschwundenes Baby: Die Tote hatte kurz vor ihrem Ableben ein Kind zur Welt gebracht, und während Saalfeld und Keppler fieberhaft nach dem Neugeborenen suchen, finden sie eine weitere Leiche. Aber diese wird fast schon zur Nebensache, denn der früh durchschaubare Plot konzentriert sich ganz auf das Baby.
Der Fall wird somit für die Ermittler zu einer Reise in die Vergangenheit. Keppler sitzt in seiner Pension und trauert dem eigenen toten Kind nach. Saalfeld hält ein paar Szenen später ein Plüschtier im Arm.
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