Mann drohte Gotteshaus zu sprengen: 2.000 Zeugen Jehovas als Geiseln genommen
zuletzt aktualisiert: 27.02.2005 - 09:25Rom (rpo). Bei einer Versammlung der Zeugen Jehovas in der italienischen Hauptstadt hat ein Mann am Samstag vorübergehend etwa 2.000 Menschen als Geiseln genommen und damit gedroht, sich im Gotteshaus die Luft zu sprengen.
Der 35-Jährige sprang am Samstag um 14.30 Uhr plötzlich auf die Bühne des Gotteshauses am Rande Roms und verlangte, reden zu dürfen. Er hatte eine Pistole in der Hand und trug einen Gürtel, an dem Sprengstoff befestigt zu sein schien. Die Verantwortlichen ließen den Mann sprechen und brachten zugleich die Menschen aus dem Gebäude.
Der Mann, der sich Angelo Cicero nennt, verkündete derweil das Ende der Welt. Schließlich stürmten Polizisten auf die Bühne und überwältigten ihn. Es stellte sich heraus, dass er nur eine Sprengstoffattrappe trug, wie die Polizei mitteilte.
Angelo Cicero war bei den Behörden kein Unbekannter. Der Fernsehsender TG24 berichtete, er sei aus der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas ausgeschlossen worden, weil er mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sei. Er war unter anderem wegen versuchten Mordes vorbestraft.
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