Hamburg (rpo). Mit seinem Klub Hamburger SV kämpft Fußballprofi Mehdi Mahdavikia noch um die Deutsche Meisterschaft. Jetzt ist der iranische Dribbelkünstler mit einem angeblichen Doppelleben in die Schlagzeilen geraten. Die "Bild"-Zeitung berichtet: Der 28-Jährige ist mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet. Bigamie in der Bundesliga? Mahdavikia gesteht einen "großen Fehler" ein.
Mehdi Mahdavikia ist in der Bundesliga für den Hamburger SV aktiv. Foto: HSV
"Ich bin mir darüber bewusst, dass ich einen großen Fehler begangen habe. Aber jetzt steht der Schutz meiner Familie im Vordergrund", teilte der 28-jährige Abwehrspieler des Hamburger SV am Mittwoch in einer Erklärung seines Vereins mit.
Er werde sich zu seinem Privatleben öffentlich nicht weiter äußern und bitte darum, dass die Privatsphäre seiner Familie respektiert werde. "Alles Weitere regeln meine Anwälte", erklärte der aus dem Iran stammende Mahdavikia.
Mit Geld und Kreditkarten versorgt
Die Details: Mahdavikia ist seit acht Jahren mit seiner ersten Frau Sepideh (28) verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Seine zweite Frau heißt Samira (28).
Der Fußballer lernte sie dem „Bild“-Bericht zufolge in einer Edel-Disko im letzten Sommer kennen. Im Dezember 2005 heiratete er die Tochter eines angesehenen persischen Professors in Teheran. Der frisch gebackene Doppelgatte kaufte ihr ein Auto, versorgte sie mit Geld und Kreditkarten.
Schließlich holte er seine neue Frau nach Deutschland. Sie begleitete ihn zu Auswärtsspielen, schlich sich nachts in sein Hotel. Nur 2.000 Meter Luftlinie entfernt von seiner eigenen Wohnung richtete er Samira eine Luxuswohnung ein. Erst als sie sich anderen HSV-Spielerfrauen als „Frau Mahdavikia“ vorstellte, flog der Schwindel auf. Das war Ende Februar.
Nach dem Schock folgte schnell die Trennung. „Er hat mich ohne Job einfach auf allen Kosten sitzen lassen, zahlt weder die Miete noch andere offene Rechnungen“, zitiert das Boulevardblatt die Frau.
Bigamie ist in Deutschland strafbar. Rechtliche Konsequenzen muss Mahdavikia dennoch nicht fürchten. Auch die erste Ehe mit Sepideh wurde im Iran geschlossen.
Dennoch geht der HSV-Profi in die Offensive und wittert einen Komplott. Der „Bild“ sagte Mahdavikia: „Ich bin sehr erleichtert, dass die Dinge an die Öffentlichkeit gekommen sind. Ich bin in eine Falle getappt.“
Seine Begründung: Jemand versuche, seine Ehe zu zerstören. Bisher soll dies aber nicht gelungen sein. „Sepideh weiß von allem und steht hinter mir.“