Maximilian Schell klagt über US-Star Jolie: "Angelina hat nie Zeit für mich"
zuletzt aktualisiert: 09.10.2010 - 19:19(RP). Der Oscarpreisträger, Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell hat ein Patenkind, das noch berühmter ist als er selbst: Hollywood-Darstellerin Angelina Jolie. Doch es gibt keinen Kontakt zwischen den beiden, klagt Schell.
Im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" erzählt der 79-jährige Schweizer von seinem (Nicht-)Verhältnis zu dem Superstar. Bei ihrer Geburt 1975 spielte Jolies Vater, Jon Voight, gerade unter der Regie von Schell und bat ihn, Patenonkel der Neugeborenen zu werden.
Das letzte Mal, dass er Angelina Jolie gesehen habe, liege aber 18 Jahre zurück, bedauert Schell. "Ich bot ihr damals die Rolle der Ophelia in ,Hamlet Reloaded' an. Sie sagte begeistert zu. Aber der Film kam nicht zustande." Immer wieder habe er sie danach mit ihrem Mann Brad Pitt und deren Kindern auf seinen Wohnsitz, eine Alm in Kärnten, eingeladen – "aber sie hat nie Zeit".
"Sie ist so berühmt, ein Weltstar, wie Leonardo DiCaprio oder George Clooney. Sie kommt mir so weit weg vor, als lebte sie in einer anderen Welt." Vor allem nach dem Tod von Angelina Jolies Mutter vor drei Jahren hätte Maximilian Schell, seinem Patenkind gerne zur Seite gestanden. "Mich würde interessieren, wie es ihr geht, wie es ihr wirklich geht. Eigentlich traurig, oder? Dafür hat man doch einen Patenonkel. Dass er für einen da ist, wenn den Eltern was zustößt", schreibt der Oscarpreisträger. Er habe nicht mal ihre Telefonnummer. "Vielleicht schreibe ich ihr bald einen Brief. Es wäre ein trauriger Brief: Er würde davon erzählen, wie man sich verliert auf dieser Welt."
Schell schätzt und pflegt normalerweise "familiäre" Bindungen. So drehte er 2002 ein viel beachtetes Film-Porträt: "Meine Schwester Maria". In berührender Offenheit und liebevoll schilderte er, wie seine an Demenz erkrankte Schwester auf einer Alm in Kärnten, auf der sie als Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern Carl und Immy während der Sommermonate lebten, zurückgezogen ihren Lebensabend verbrachte.
Sie starb am 26. April 2005. Die Dokumentation zeigte nicht nur auf emotional-anrührende Weise den Alters-Alltag des Weltstars, sondern auch, wie nahe der Bruder der Schwester stand.
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