"Er war ein feiger Schläger": Armin Rohde entdeckt Kriegsverbrechen seines Opas
zuletzt aktualisiert: 28.03.2008 - 14:34Hamburg (RPO). Armin Rohde ist bei den Dreharbeiten zur ARD-Dokureihe "Das Geheimnis meiner Familie" mit den Kriegsverbrechen seines Großvaters konfrontiert worden. "Ich hab als Kind nicht nachgefragt, wenn ich spürte, dass sich meine Mutter merkwürdig ängstigte und schämte, wenn die Rede auf ihren Vater kam".
Das teilte Rohde in der Programmzeitschrift "Hörzu" mit. Während der Recherchen zu der Ahnenforschungs-Reihe habe er schließlich im Düsseldorfer Staatsarchiv vor den Akten seines Großvaters gesessen, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, in den 50er Jahren jedoch freigesprochen worden war.
"Er war ein Denunziant und Verleumder, ein feiger Schläger, ein Mörder und Massenmörder und ein Albtraum für seine Familie", schrieb Rohde über das SS-Mitglied, das im Warschauer Ghetto gemordet habe. "Ich stelle ihm keinen Stuhl an den Tisch meiner Familie", so Rohde.
Die neue ARD-Reihe startet am Montag (31. März) mit Schauspielerin Marie-Luise Marjan. Nach ihr gehen Rohde (7. April), Christine Neubauer (14. April) sowie Musiker Peter Maffay (28. April) auf Ahnenforschung.
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