Bußgeld nicht gezahlt: Behörde drückt bei Carrell ein Auge zu
zuletzt aktualisiert: 07.12.2004 - 18:59Köln (rpo). Rudi Carrell hat wohl Fans bei der Kölner Staatsanwaltschaft: Nachdem er in einer Tiefgarage ein anderes Auto beschädigt, eine Autogrammkarte hinterlassen hatte und weggefahren war, ließ er auch die Frist für die fällige Geldbuße verstreichen. Doch die Behörde zeigte sich laut Kölner "Express" nachsichtig.
Der 69-jährige Showmaster bat die Behörde laut einem Bericht des Kölner "Express", die Geldbuße von ihm anzunehmen, obwohl die Frist dafür schon abgelaufen war. In dem Brief Carells an die Staatsanwaltschaft hieß es dem Bericht zufolge: "Am 19. Dezember werde ich 70 Jahre alt. Dann bin ich 52 Jahre Pkw gefahren, ohne nennenswerte Unfälle. Damit es nicht zu einem Prozess kommt, möchte ich doch von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Geldbuße zu zahlen. Schenken Sie mir das zu meinem Geburtstag."
Dem Bericht zufolge war die Frist zur Annahme des Angebots schon verstrichen und das Amtsgericht habe schon den Prozess gegen den Showmaster terminieren wollen. Doch Oberstaatsanwalt Siegmar Raupach sagte dem Blatt: "Wir sind ja keine Unmenschen. Wir werden über die Sache den Mantel der Liebe hüllen und die Akte schließen, wenn Herr Carrell jetzt die Buße zahlt." Carrell sagte der Zeitung, er müsse 5.000 Euro bezahlen, die er nicht einmal von der Steuer absetzen könne, "so dass es eigentlich 10.000 Euro sind."
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