Heimlich eingeschlichen: Borat stört Anti-Schwulen-Demonstration
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008 - 15:41Los Angeles (RPO). In Los Angeles sind am Sonntag Demonstranten gegen die in Kalifornien legalisierte Homosexuellen-Ehe auf die Straße gegangen. Plötzlich wurde der Protestmarsch durch eine komische Einlage unterbrochen. Sacha Baron Cohen, der als Borat und Ali G bekannte britische Schauspieler, hatte sich heimlich unter die Demonstranten gemischt.
Zunächt hatte niemand etwas bemerkt: Mit blonder Mähne, heller Hose, blauem Hemd und globigen Gesundheitsschuhen marschierte Cohen als "Bruno" im Demonstrationszug. Cohens neue Filmfigur ist ein schwuler Modejournalist aus Österreich.
Kein Wunder also, dass der schwule "Bruno" nach kürzester Zeit von Fotografen entdeckt wurde. Nachdem der Modejournalist bei den anderen männlichen Demonstranten eindeutige Annäherungsversuche startete, blieb nur die Flucht der Filmcrew in einem bereitgestellten Kleinbus.
Cohen und sein Team hatten sich bereits im September mit gefälschten Ausweisen Zutritt zu den Garderoben einer Modenschau in Mailand verschafft. Dort schlüpfte "Bruno" in seine Kostümierung und mischte sich unter die Models, die die neue Kollektion der Designerin Agath Ruiz de la Prada präsentierten.
Als die Veranstalter aber Cohen entdeckten, stoppten sie den Modegang der Models. Da Cohen den Laufsteg nicht freiwillig verlassen wollte, riefen sie überdies die Polizei. Und die Beamten beendeten den kuriosen Auftritt endgültig und führten den Schauspieler von der Bühne.
Bislang ist noch unbekannt, wann der Nachfolger des Borat-Films in die Kinos kommen soll. Laut Online-Filmdatenbank Imdb sollen die Abenteuer des schwulen "Bruno" im Mai 2009 in die deutschen Kinos kommen.
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